Containerschiffe Lastesel der Meere
Warum ohne die Ozeanriesen gar nichts geht
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- Bis zu 14.000 Container passen derzeit auf ein einziges Schiff. Die neueste Schiffsgeneration soll sogar 18.000 Container fassen können. (Niels Linneberg | Flickr | cc-by-nc-sa-2.0)
Stiller Ozean war gestern. 5000 Containerschiffe kreuzen im Jahr 2012 auf den Weltmeeren - darunter wahre Giganten.
Die größten Containerschiffe sind knapp 400 Meter lang. Die Meeresriesen transportieren 90 Prozent aller weltweit gehandelten Waren. Zahlen, die deutlich machen: Ohne Containerschiffe würde die Weltwirtschaft absaufen.
Wie wird so ein Schiff konstruiert? Was bedeutet diese Handelsmasse für die Logistik? Und wie fühlt es sich an, mit 21 Mann und Tausenden Containern von Hamburg nach Hongkong zu schippern? All das klären wir in unserem Tagesthema.
Zu groß für manche Häfen
Der Rostocker Schiffbauprofessor Robert Bronsart über Trends der Branche
Knapp 300 Meter lang ist die Hoechst Express. (flickr.com | Konabish ~ Greg Bishop CC BY-NC-SA 2.0)Einige Containerfrachtschiffe können nur noch europäische und asiatische Häfen ansteuern, für den Rest der Welt sind sie zu groß. Im Vergleich zum LKW kann ein Schiff große Massen mit minimalem Energieaufwand transportieren. Leider aber noch immer – zumindest auf hoher See – mit dem umweltschädlichen Schweröl als Treibstoff.
Höher, länger, breiter - trotz Krise
Michael Tasto, Experte für Seewirtschaft, erklärt, wann ein Containerschiff Gewinn abwirft
Die Emma Maersk ist eines der größten Containerschiffe der Welt. (flickr.com | RoyvanWijk | CC BY 2.0)Die Containerschifffahrt wuchs jahrzehntelang – bis ihr die Wirtschaftskrise einen Strich durch die Rechnung machte. Trotzdem wurden weiter Schiffskapazitäten ausgebaut. Allein Maersk, die weltweit größte Containerschiffsreederei, hat für 2013 zehn Megaschiffe bestellt. Gewinne allerdings sind nur möglich, wenn die Schiffe auch ausgelastet sind.
Das Gespräch ist eine
Wiederholung vom 13.07.2011.
Auf 5000 Containerschiffen um die Welt
Wie der Warenverkehr um die Welt gemessen wird, erklärt DRadio-Wissen-Statistikerin Katharina Schüller
Der Hafen als wichtiger Warenumschlagplatz. (Gabi Mayr)Auch in Zeiten von Hochgeschwindigkeitszügen und Flugzeugen: Das Schiff ist für die großen Logistikkonzerne das Verkehrsmittel der Wahl. Wie lässt sich der weltweite Warenverkehr messen? Wie berechnen die Logistikkonzerne die Kosten der Transportwege und wie sieht die Umweltbilanz der Ozeanriesen aus? Das klären wir mit unserer Statistikerin Katharina Schüller.
Von Hamburg nach Hongkong
Marc Krüger über den Alltag an Bord eines Containerschiffes
Auch Frachtschiffe müssen regelmäßig geputzt werden. (flickr.com | MarcGbx CC BY-NC 2.0)Seefahrerromantik ist fehl am Platz. Wer auf einem Containerschiff arbeitet, kommt zwar viel herum, sollte sich aber vor allem gegen eines wappnen: die Langeweile an Bord. Im Hafen liegen die Schiffe oft nur zwölf Stunden. Es bleibt also kaum Zeit, um Land und Leute zu erkunden. Marc Krüger ist mit einem Containerschiff von Hamburg nach Hongkong mitgefahren und berichtet vom Alltag an Bord.
Wer anlegen darf und wer nicht
Andreas Brummermann vom Oberhafenamt Hamburg erzählt, wie Schiffe gelotst werden
Das Containerschiff Cap Delgado im Hafen Hamburg Süd beim Beladen. (flickr.com | Kevin CC BY-NC 2.0)Wenn ein Reeder in Hamburg anlegen will, muss er sein Schiff 24 Stunden vorher beim Oberhafenamt anmelden. Allerdings muss auch der Wasserstand mitspielen, erklärt Kapitän Andreas Brummermann. Schon vor der Elbmündung erhalten die Hafengäste eine Prognose. Bei niedrigem Wasserstand müssen die Riesenfrachter manchmal bis zu einer Woche in der Nordsee warten.