Crowdfunding "Gründer-Garage"
Michael Gessat berichtet in der Webschau über ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt
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- Geld fischen - andere nennen es Crowdfunding. (Jeff Ruane | Flickr | cc-by-2.0)
Crowdfunding kann man auch mit Schwarmfinanzierung übersetzen. Dabei beteiligen sich viele Leute mit einem kleineren oder auch größeren Betrag an einem Projekt, das sie gut finden. Beim Crowdfunding-Wettbewerb "Gründer-Garage" hatten sich ursprünglich 1100 Unternehmer in spe angemeldet, nun wurden die 25 Sieger gekürt.
Die Gewinner des Wettbewerbs werden auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo mit 25 bunten Tabs präsentiert. Die Wettbewerbsfrist ist inzwischen vorbei. Jetzt kann man erkennen, ob es geklappt hat, ob die Möchtegernunternehmer auch so viel Geld sammeln konnten, wie sie sich vorgenommen hatten.
Plus von Google
"Go Esteem" nennt sich ein Projekt, das laut Eigenbeschreibung ein "Kunstprojekt zum Mitmachen für Menschen, die sich und die Welt wertschätzen" ist. Ziel war es, 500 Euro einzusammeln, um damit eine Website mit Bildern von weltverbessernden Taten einzurichten, 501 Euro kamen von der Crowd, und 501 Euro hat Google draufgelegt. Das Unternehmen hat insgesamt 150.000 Euro Preisgeld bereitgestellt. Ausgeschüttet wurde an jedes Projekt, das sein Finanzierungsziel fristgerecht erreicht hatte. Im Einzelfall konnten das bis zu 10.000 Euro sein.
Realistische Ziele
Wie sieht ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt aus? Das Projektziel sollte interessant und der Wunschbetrag nicht zu hoch angesetzt sein, und auf jeden Fall: Langeweile vermeiden! Das Projekt "Medien für Kids" hat zum Beispiel nichts eingenommen - auch Schnorrer- oder Gagverdächtiges läuft nicht - außer, wenn der Gag eben sehr gut ist. Überraschend war zum Beispiel das Kunstprojekt Sarkophag.
Gegenleistung: Unternehmen, das man sich wünscht
Fürs Geldspenden gibt es bei Indiegogo sogenannte Perks als Gegenleistung, die je nach Geldhöhe gestaffelt sind: Dankeskarte, exklusiv gestaltetes T-Shirt bis hin zum Warenkorb vom geplanten Ökobauernhof-Einkaufprojekt.
Eine Idee hinter der Projektfinanzierung ist, dass der Crowdfunder ein Unternehmen schafft, das ihm selbst bisher gefehlt hat und das er oder sie nutzen würde, wie zum Beispiel bei Crowdla. Und für die Leute mit Projektideen ist es ein wertvoller Realitätscheck, auch wenn es mit dem Crowdfunding nicht geklappt hat.