Mittwoch, 22. Mai 2013

Medien /

Cyberbullying Peinliche Posts  

Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c't über die Folgen digitaler Beleidigungen

Kommentar auf der Internetseite "iShareGossip", aufgenommen in Baierbrunn (Oberbayern).
Mobbing im Netz findet häufig statt und sorgt für bleibende Schäden. (picture alliance / dpa - Stephan Jansen)

Von peinlichen Partyfotos, die im Netz kursieren, bis zu Droh-SMS: Cyberbullying kann für die Betroffenen zu einem ernsten Problem werden.

Eine Schülerumfrage der Universität Bielefeld hat ergeben: 14 Prozent der rund 1900 Befragten sind bereits Opfer von Cyberbullying geworden. In den meisten Fällen wurden unvorteilhafte Privatfotos oder Videos ins Netz gestellt, was die Jugendlichen zum Teil als sehr belastend empfunden haben. Andere Schüler berichteten, dass sie verbal beleidigt oder sogar bedroht wurden - in sozialen Netzwerken oder auch über das Handy.

Cyberbulling und Suizid

Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ war, warnen die Forscher: "Cyberbullying ist keine Lappalie, sondern ein ernsthaftes Problem, dem mit vorbeugenden Maßnahmen begegnet werden muss." Nicht nur Opfer von Cyberbullying-Attacken berichten häufiger von Suizidgedanken, sondern auch Täter. Die Forscher fordern daher: Eltern und Pädagogen sollten frühzeitig dafür sorgen, dass Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien lernen - und Täter müssten härter bestraft werden.



Mehr bei DRadio Wissen:

Internet - Nicht jede Obszönität ist Cyber-Stalking
Ein Gespräch mit der Kriminologin Rita Steffes-enn über obszöne Botschaften im Netz.
(Medien vom 26.04.2012)

Mehr zum Thema:


Cyberbulling ist keine Lappalie
(Heise.de vom 19.07.2012)

Online-Studie: Cyberbullying bei Schülerinnen und Schülern
Universität Bielefeld (pdf)

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