Cyberkriminalität Auf Stuxnet folgt Flame
CCC-Sprecher Andreas Bogk untersucht den Computervirus Flame
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- Flame werde derzeit als Cyberwaffe eingesetzt, warnt das Antivirus-Unternehmen Kaspersky. (picture alliance | dpa | Kaspersky)
Ein neuer Computervirus hat hunderte Rechner im Nahen Osten befallen.
Am Pfingstmontag machte das russische Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab bekannt, dass im Nahen Osten ein neuer Computervirus kursiert. Der Virus soll seit Jahren auf Hunderten Rechnern im Nahen Osten aktiv sein.
Flame ist der dritte Cyber-Angriff im großen Stil
Flame ist ein Programm von etwa 20 MB, das sich gezielt und vorsichtig zu verbreiten versucht. Es nutzt dieselben Sicherheitslücken wie Stuxnet, ist technisch aber anders programmiert. Man vermutet, dass Flame und Stuxnet zu einem ähnlichen Zeitpunkt entwickelt wurden. Flame kann Mikrofone einschalten und Screenshots machen. Es durchsucht Daten nach Stichwörtern, umgeht die Antivirus-Software und späht das Netzwerkverhalten aus.
CCC nimmt Flame ins Visier
Der Sprecher des Chaos-Computer-Clubs Andreas Bogk hat recherchiert, was man bis jetzt über den Virus weiß. Da dieser keine Schad- sondern Spionagesoftware enthält, wird hinter dem Angriff ein staatlicher Geheimdienst vermutet. In Ägypten, Iran, Palästina und im Libanon wurde Flame bislang gefunden. Da der Iran am meisten von der Schadsoftware betroffen ist, steht die Vermutung im Raum Israel stecke dahinter.
Bogk findet es zudem auffällig, dass die Sicherheitsprobleme um Flame bekannt wurden, kurz nachdem der Generalsekretär der International Telecommunications Union in einer Rede ein Internationales Abkommen gegen Cyberkriminalität forderte.