Freitag, 24. Mai 2013

Spielraum /

DAB+ Kommunikation im Katastrophenfall  

Olaf Korte vom Fraunhofer Institut über die Tauglichkeit unseres Earobic-Preises

Ein Iraker hört Radio
Was taugt der DAB+ Standard im Krisenfall? (AP Archiv)

Die Umstellung auf digitales Radio könnte im Katastrophenfall sogar Vorteile bringen.

Die IFA hat den Spielraum infiziert und zwar mit Digitalradios. An 10 Tagen (vom 27.08. - 07.09.2012) werden jeweils 5 Digitalradios im Radiorätsel Earobic verlost. Schön und gut, bis ein User bei Google+ in seinem Kommentar anmerkte, dass digitales Radio vielleicht nicht die geeignete Technik in Krisenzeiten sein könnte: "Wenn sich DAB+ durchsetzen würde, dauert es vermutlich nicht mehr lange, und UKW würde abgeschaltet. Mit der Konsequenz, dass wir kein analoges Medium mehr hätten, mit dem man bei Krisensituationen die Bevölkerung informieren könnte."

Klingt logisch. Doch was ist dran? Wir haben dazu einen der Mitentwickler des DAB+ Standards befragt. 



Mehr zum Thema bei DRadio Wissen:

Radiorätsel - Earobic: Hirn will Radio
Vom 27.08. - 07.09.2012 verlost DRadio Wissen täglich FÜNF DAB+Radios. Dafür muss das Earobic zeitnah gelöst werden. Also: zuhören und miträtseln. Viel Glück wünscht die Redaktion!

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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. Gesichtspunkte in ausgewogener Weise beschrieben

    Danke fuer den interessanten Beitrag. Meines Erachtens beschreibt der Gespraechspartner in ausgewogener Weise verschiedene Gesichtspunkte zum Thema Kommunikation im Katastrophenfall. Meine Meinung zu DAB+: Seit Ende 2011 kann ich DAB+ empfangen. Aber was dort an Programmen geboten wird, ist - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - katastrophal: Dudelfunk (teils mit einer Rotation von gefuehlt einer Stunde), Einschlafmusik, schlecht moderierte Sportprogramme à la Generation Facebook, Religions- und Fast-nur-Wort-Sendungen ... Fuer all das braucht man nun wirklich keine neue Uebertragungsart - weder in noch ausserhalb eines Katastrophenfalls. Am liebsten hoere ich einen Sender, den ich in meiner Gegend nur auf analoger Kurzwelle empfangen kann (Internetradio zaehle ich nicht mit): Flotte Schlager und Oldies, interessante Alltagstipps und stuendlich Nachrichten. Wenn man 300 und 400 zusammenzaehlt, kommt man auf den Namen des Senders.

    kokido7 30.08.2012 17:08 Uhr

  • 1. DAB+-Empfang mit oder ohne Katastrophenfall

    Seit Jahren werden die Vorzüge des digitalen Radios bejubelt – in der Praxis habe ich in der ländlichen Region ziemlich genau zwischen Hamburg und Lübeck nur sehr eingeschränkten Empfang: Nur im Obergeschoß und nur in Richtung SW bzw. W. Von der für Musiksendungen sehr bescheidenen Bitrate mal abgesehen, werde ich vom "Katastrophenfall" über DAB+-Radio nicht viel mitbekommen, falls sendetechnisch nicht noch drastisch aufgerüstet wird. Für mich ist das digitale Radio die größte Verschaukelung des Radiohörers überhaupt. Die erste Generation der Geräte mit DAB-Standard ist reif für den Recyclinghof, DAB+ ist NICHT bundesweit flächendeckend empfangbar und die Klangqualität erreicht derzeit wegen niedriger Bitraten NICHT den UKW-Standard. Vermutlich sollen wir uns allmählich an das Internetradio gewöhnen, damit der terrestrische Funk irgendwann mangels Nachfrage eingestellt werden kann. Wenn die Rundfunkgebühren dann auch gesenkt würden, wäre ich sogar damit einverstanden ;-)

    Radiomann 29.08.2012 10:31 Uhr

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