Das Tiergespräch Braune gegen Rote
Mario Ludwig über englische Methoden in punkto Artenvielfalt
Eingeschleppte graue Eichhörnchen drohen den einheimischen roten den Garaus zu machen.
Die britische Küche ist für ihre – sagen wir es einmal vorsichtig – eigenwilligen Kreationen bekannt. In den letzten Jahren hat ein ungewöhnliches Tier die Teller des Inselvolks erobert: das Eichhörnchen. Gibt es doch im Lande Shakespeares seit Neuestem Eichhörnchenfleisch in allen Variationen zu genießen.
Es herrscht ein Eichhörnchenkrieg
Wer Eichhörnchen isst, tut etwas für den Erhalt der heimischen Fauna. Klingt verrückt? Nur wenn man nicht darüber informiert ist, dass in Großbritannien seit Jahren ein Eichhörnchenkrieg tobt.
Begonnen hatte alles im Jahr 1889
Ein Einwanderer, der auf dem Teller enden könnte. (Cat Chapman|Wikimedia Commons|CC BY-SA 3.0)Damals hatten heimkehrende Amerikareisende aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten 350 Grauhörnchen mitgebracht, die sie dann zu Hause in der englischen Grafschaft Bedfordshire als exotische Gäste in ihren Gärten aussetzten. Diese "Bereicherungsaktion der britischen Fauna“ wurde damals als ausgezeichnete Idee empfunden, weshalb weitere Einbürgerungsaktionen bald folgten.
Eingewanderte Eichhörnchen vermehren sich rasant
Die Hörnchen, die eigentlich in der Osthälfte der Vereinigten Staaten und im Südosten Kanadas zu Hause sind, lebten sich im Vereinigten Königreich ausgezeichnet ein und vermehrten sich daher prächtig. Der Bestand nahm rasch zu. Und bald wechselten die Neubürger aus den Gärten auch in Parkanlagen und Städte.
Das Tiergespräch mit Mario Ludwig über den Showdown der britischen Eichhörnchen.