Das Tiergespräch Denkmäler für Tiere
Mario Ludwig über das steinerne Gedenken an tierische Helden
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- "Sie hatten keine Wahl" steht unter dem "Animals in War Memorial" in Londons Hyde Park. (amadabhslater | flickr | cc by-sa 2.0)
Sie haben in Kriegen gedient, die Menschheit von Plagen befreit oder die Zukunft vorausgesagt. Auch tierischen Helden werden Denkmäler gesetzt. Manchmal sollen sie aber auch nur abgebildete Menschen aufwerten.
"They had no choice" - so steht es am "Animals in War Memorial" in London. Es erinnert an die zahlreichen Tiere, die in den Kriegen des 20. Jahrhunderts in britischen und alliierten Armeen dienten und ihr Leben ließen. Das Denkmal ehrt zahllose tierische Soldaten, deren Namen längst vergessen sind, aber auch legendäre Helden wie die Brieftaube Mary of Exeter oder den Kriegshund Rob, der in seiner militärischen Karriere mehr als 20 Mal mit dem Fallschirm abgesprungen ist.
Nicht immer geht es ums Tier
Nicht immer ehren Denkmäler aber die Tiere, sie dienen oft auch der Selbstinszenierung . "Das Denkmal mit den meisten Tieren hat eigentlich von der Intention her gar nichts mit Tieren zu tun", erklärt der Biologe Michael Ludwig das 1950 abgetragene Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal in Berlin. 157 Tiere begleiten die 9 Meter hohe Reiterstatue des Kaisers. Deshalb hatten die Berliner auch einen besonderen Namen dafür: "Der Zoo von Wilhelm zwo".