Donnerstag, 23. Mai 2013

Natur /

Das Tiergespräch Denkmäler für Tiere  

Mario Ludwig über das steinerne Gedenken an tierische Helden

Ein Muli mit einer Kanone auf dem Rücken geht in Richtung einer Öffnung in einer Marmormauer, auf der weitere Tiere abgebildet sind, zum Beispiel Pferde, Elefanten, Kamele, Esel und Kühe.
"Sie hatten keine Wahl" steht unter dem "Animals in War Memorial" in Londons Hyde Park. (amadabhslater | flickr | cc by-sa 2.0)

Sie haben in Kriegen gedient, die Menschheit von Plagen befreit oder die Zukunft vorausgesagt. Auch tierischen Helden werden Denkmäler gesetzt. Manchmal sollen sie aber auch nur abgebildete Menschen aufwerten.

"They had no choice" - so steht es am "Animals in War Memorial" in London. Es erinnert an die zahlreichen Tiere, die in den Kriegen des 20. Jahrhunderts in britischen und alliierten Armeen dienten und ihr Leben ließen. Das Denkmal ehrt zahllose tierische Soldaten, deren Namen längst vergessen sind, aber auch legendäre Helden wie die Brieftaube Mary of Exeter oder den Kriegshund Rob, der in seiner militärischen Karriere mehr als 20 Mal mit dem Fallschirm abgesprungen ist.

Nicht immer geht es ums Tier

Nicht immer ehren Denkmäler aber die Tiere, sie dienen oft auch der Selbstinszenierung . "Das Denkmal mit den meisten Tieren hat eigentlich von der Intention her gar nichts mit Tieren zu tun", erklärt der Biologe Michael Ludwig das 1950 abgetragene Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal in Berlin. 157 Tiere begleiten die 9 Meter hohe Reiterstatue des Kaisers. Deshalb hatten die Berliner auch einen besonderen Namen dafür: "Der Zoo von Wilhelm zwo".



Mehr bei DRadio Wissen:

Tiere ziehen in den Krieg
Schon lange benutzen Menschen Tiere für ihre Zwecke - auch im Krieg.
(Natur vom 30.11.2010)

Weitere Tiergespräche mit Mario Ludwig

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