Das Tiergespräch Paschas auf Sex-Diät
Mario Ludwig beschreibt das anstrengende Leben tierischer Rudelführer
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- Was noch sehr charmant aussieht, wird zum brutalen Paarungsakt: Südliche Seeelefanten (dpa | picture alliance | Winfried Wisniewski)
Liebe macht schlank - auch im Tierreich: Ein Seeelefantenbulle verliert in der Paarungszeit um die 1000 Kilogramm Gewicht. Ab und an zerquetscht ein Bulle während des Aktes eines seiner Kinder.
Auch in der Straußenfamilie geht es heiß her: Der Afrikanische Strauß, Emu und Nandu sammeln in der Paarungszeit einen Harem um sich. Dabei kürt der Mann eine Hauptfrau, daneben hat er noch mehrere Nebenhennen. Der Vorteil der Haupthenne: Sie bleibt auch nach der Paarungszeit an der Seite ihres Mannes und ihre Eier haben die größte Chance ausgebrütet zu werden.
Seeelefanten bei der Paarung, Baby anbei. (Mike Baird | Flickr | cc-by-2.0)
Schnäbelnde Straußen (Ronald Tan | Flickr | cc-by-nc-sa-2.0)
Stress mit der Paarung
Die ständige sexuelle Bereitschaft für Haupt- und Nebenhennen und die permanente Alarmbereitschaft gegenüber potenziellen Neidern zehren an seinen Nerven und Kräften. In Stoßzeiten können in einer einzigen Straußenfamilie über 300 Kinder schlüpfen. Eine enorme Belastung für jedes Familienoberhaupt.
Warnung vor dem Nebenbuhler
Auch die Südlichen Seeelefanten würden, wenn sie könnten, vom Stress in der Paarungszeit berichten. Ein Bulle hat etwa 10 bis 20 Haremsdamen. Das kostet Kraft, schließlich muss der Bulle aufpassen, dass nicht ein Nebenbuhler eines seiner Weibchen abwirbt. Um sich wehren zu können, fasten die Bullen und verlieren in der Paarungszeit rund 1000 Kilogramm - dann sind sie beweglicher und können sich bei Attacken besser behaupten.