Donnerstag, 20. Juni 2013

Natur /

Das Tiergespräch Tierisch guter Sonnenschutz  

Mario Ludwig über Sonnencreme und Sonnenbrillen bei Tieren

Träumendes Nilpferd im Zoo.
Sonne? Ja bitte. Das Flusspferd mag es warm. (Flickr/ Benjamin Radzun/ cc by-sa/ 2.0)

Warum das Flusspferd keinen Sonnenbrand bekommt.

Wer Urlaub in der Sonne macht, muss sich gut eincremen. Viele Tiere, die in sonnigen Regionen leben, wissen das schon lange und haben vielfältige Strategien entwickelt, sich vor praller Sonne zu schützen.

Dickes Fell und frischer Schlamm

Der beste Schutz ist natürlich ein dickes Fell. Aber wegen der hohen Temperaturen sind einige Tropenbewohner nur sehr spärlich behaart. Elefanten schützen sich beispielsweise mit Sand und Schlamm vor Sonnenbrand. Andere Arten haben körpereigene Substanzen entwickelt, die sie als Sonnencreme oder Sonnenbrille einsetzen.

Sonnencreme in Eigenproduktion

Flusspferde können eine körpereigene, rötliche Substanz ausscheiden, die sie vor UV-Strahlung schützt. Die Tiere scheiden sie über die Haut aus. Als Bonus hat sie auch noch antibiotische Wirkung. Ohne diese Pigmente würden die praktisch haarlosen Tiere unter der afrikanischen Sonne verbrennen.

Fremdschützen erlaubt

Seevögel schützen sich hingegen mit einem farbigen Öl. Und wer keine eigenen Mittel zum Schutz vor der Sonne hat, besorgt sie sich woanders: Tropische Steinkorallen etwa nutzen Algen als Sonnenschutz.



Mehr bei DRadio Wissen:

Meeresbiologie: Sonnencreme bedroht Korallenriffe
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(Natur vom 28.06.2011)

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