Datenbank Archäologie im digitalen Zeitalter
Bericht von Kerstin Ruskowski
Die webbasierten archäologischen Objektdatenbank der Uni Köln wurde ausgezeichnet.
Archäologie und Computer - ist das ein Widerspruch? Schließlich ist die Archäologie doch die "Kunde von alten Dingen" - und der Computer ja eher eine neuere Erfindung. Trotzdem geht natürlich auch die Archäologie mit der Zeit - Computer sind in dieser Wissenschaft nicht verpönt.
Ganz im Gegenteil: Die Archäologen der Uni Köln haben für ihre Arachne-Datenbank jetzt sogar einen Preis bekommen - von Google. Allerdings nicht ganz ohne Hintergedanken.
Die Spinnerinnen, Diego Velazquez, Musée du Prado (17. Jh.) (cc/Petrusbarbygere)
Arachne - das ist griechisch und bedeutet Spinne. In der griechischen Mythologie, den Götter- und Heldensagen der Antike, war Arachne eine talentierte Weberin. Doch dann behauptete sie, besser weben zu können als die Göttin Athene. Es kam zum Wettstreit. Und Arachne behielt recht - Athene war so erzürnt über ihre Niederlage, dass sie Arachne in eine Spinne verwandelte.
Trefferliste Bildersuche (Arachne Datenbank. Screenshot 10.01.2011)
Die Kunst des Vernetzens hat Arachne auch zur Namenspatin der webbasierten archäologischen Objektdatenbank der Uni Köln gemacht. Das Online-Verzeichnis greift vor allem auf die Bestände des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin zurück und macht Skulpturen, Abgüsse von Skulpturen, Stadtpläne oder Denkmäler digital am Computer zugänglich. Bislang umfasst Arachne mehr als 250.000 Einträge mit etwa einer Million Bildern.
Kerstin Ruskowski hat den Leiter des Projekts, Professor Reinhard Förtsch, gesprochen.
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