Datenbrille "Golden-i" Internet im Gesicht
Reportage von Moritz Metz
"Golden-i", dabei denkt man erstmal an James Bond. Und diese Assoziation ist gar nicht so verkehrt bei dem futuristischsten Gadget, das auf der weltgrößten Handymesse "Mobile World Congress" in Barcelona präsentiert wird. Der tragbare Headset-Computer "Golden-i" ist eine Mischung aus Stirnband, Brille, Kamera und Smartphone.
Das Daten-Headset wird von der US-amerikanischen Firma Kopin in Partnerschaft mit Motorola entwickelt, und derzeit im kleinen Kreis getestet. Mit einer Videokamera, einem in Augennähe positioniertem Bildschirm, mit Hilfe von Neigungssensoren, Spracherkennung und einer ständigen Internetanbindung soll es bald Ärzte bei besonderen Operationen oder Feuerwehrmännern bei riskanten Einsätzen unterstützen, ohne dass diese den Blick auf einen Tablet-Computer richten müssen.
Mit "Golden-i" am Herd
Aber auch im Privatleben, im Sport oder im Tourismus könnte der Headset-Computer einsetzbar sein. Dass sich die Werbewirtschaft über neu gewonnene Werbeflächen freut, ist sowieso klar.
Zukunft gehört Headset-Computern
Auf dem Mobile World Congress 2012 traf DRadio Wissen Reporter Moritz Metz den umtriebigen Gadgetblogger Nicolas "Charbax" Charbonnier wieder, den er bereits auf der Cebit 2011 interviewte. Charbonnier besitzt eines der wenigen "Golden-i"-Testgeräte. Er ließ Moritz Metz den Headset-Computer ausprobieren und prognostiziert dem "Golden-i" eine große Zukunft.
Ende 2012 auf dem Markt
Denn auch Google arbeitet in einem geheimen Labor an einer ähnlichen Datenbrille, die laut New York Times bereits zum Jahresende auf den Markt kommen soll. Diese Gerüchte kann Charbonnier bestätigen, denn im Januar konnte er den "Golden-i"-Computer zufälligerweise dem Google-Gründer Sergey Brin vorstellen.