Dienstag, 21. Mai 2013

Netzreporter /

Datenschutz Eine wahrhaft königliche Demokratie  

Von Tobias Lenartz, Kooperative Berlin

Eine Hand hält den ein Schild mit dem Facebook-Daumen
Nutzerbeiteiligung bei der Datenschutzentwicklung auf Facebook? (GOIABA (Goiabarea) | flickr.com | CC BY 2.0)

Das Märchen von der Nutzerbeteiligung bei der Datenschutzentwicklung auf Facebook.

Facebook hat es zurzeit nicht leicht. Seine Aktienwerte befinden sich weiterhin im Sinkflug. Auch die aktuelle Abstimmung über die eigenen Nutzungsbestimmungen verläuft nicht ohne Imageschaden. Neben Erläuterungen und Präzisierungen erteilt sich das Social Network auch das Recht, Daten für quasi unbestimmte Zeit zu speichern.

Versteckte Demokratie mit Barrieren

Wegen anhaltender Kritik und Proteste der Nutzer über die Neuerungen, musste Facebook die User über die Änderungen abstimmen lassen. Soviel Demokratie wagte bislang noch kein anderes Internetunternehmen. Ungemein progressiv, wären da nicht ein paar kleine Haken. Denn Facebook hat seinen demokratischen Anspruch wörtlich genommen und auf die Eigeninitiative seiner Bürger gesetzt: Mindestens 30 Prozent der User, also rund 270 Millionen müssen sich an der Wahl beteiligen, allgemeine Wahlbenachrichtigungen gab es keine, die Wahlurnen wurden gut versteckt. Deshalb dürfte die bis zum 8. Juni laufende Abstimmung, als die geheimste Wahl aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen.

Weitere Links und Informationen des NETZ.REPORTERS bei Facebook und Twitter.

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

  • Seite 1 / 1

Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Gut zu hören?

    Endlich DRadioWissen überall gut hören - dank neuem DAB+ im Auto! Tobias Lenartz´ Beitrag war witzig aufgebaut, sehr informativ und lieferte sehr spielerisch und locker Hintergründe und absurde Vorgänge um die Weltmacht Facebook. Hab sehr gern zugehört. Was mir allerdings das Zuhören wirklich erschwerte, war die Unkenntnis des Sprechers (Redakteurs?) bei der Aussprache des Suffix -ig. Immer wenn ein "König" im Beitrag erwähnt wurde, bin ich zusammengezuckt. Da gibts doch das Lautschriftzeichen ç, das klingt wie "ich". Und mit diesem Laut endet ausspracheregelgerecht jedes Wort mit -ig am Ende. Also bitte nicht "Könik"! Komisch - im selben Beitrag ist "zukünftig" richtiç ausgesprochen worden. Ich schaue im Zweifelsfall in ein Nachschlagewerk: hier das Aussprachewörterbuch von Duden. Ich freue mich auf die nächsten wissenswerten Beiträge, hoffentlich mit fundierterem Wissen über eine korrekte Aussprache. MaWie

    mawie 09.06.2012 20:37 Uhr

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

  • Seite 1 / 1

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Netzreporter

Angela Merkel und weitere tippen auf Blackberrys.

LeitfadenFacebook für Politiker

Facebook wanzt sich an eine neue Zielgruppe heran – den digitalen Hinterbänkler.

Mehr …

Ein Grabstein mit dem Antlitz von Jesus.

ClouddiensteAlte Freunde im Jenseits treffen

Was wird sein, wenn ich einmal nicht mehr bin?

Mehr …

Ein Schild auf dem steht: "Wer zensiert hat Angst vor der Wahrheit"

Soziale NetzwerkeSelbstzensur

Was die vielen Kommentare und Tweets, die wir nicht abschicken, mit uns machen.

Mehr …