Montag, 20. Mai 2013

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Datenschutz Europa gegen Planet Google  

Webschau mit Till Opitz

Das Google-Logo vor rotem Hintergrund.
Rotes Tuch für Datenschützer - Google. (halilgokdal | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)

Google verknüpft Daten aus Suchanfragen - europäische Datenschützer kritisieren das scharf.

Europäische Datenschützer und Google streiten sich seit Monaten. Es geht um den Schutz der Nutzerdaten. Jetzt wenden sich 24 EU-Datenschutzbehörden in einem gemeinsamen Brief (PDF) an das Unternehmen.

Die Datenschützer fordern darin Änderungen der Datensammel-Politik von Google bis 2013. Die Sammlung von persönlichen Daten im derzeitigen Umfang stelle ein hohes Risiko für die Privatsphäre der Nutzer dar. Außerdem verlangen die Datenschützer, dass Google seine Nutzer besser über die Verwendung der persönlichen Daten informiert. Das Problem: Über wirksame Druckmittel verfügen die Datenschützer nicht. Es gibt noch keine EU-weite Datenschutzrichtlinie, die den Fall regeln könnte. Daher ist das gemeinsame Schreiben wohl eher als Versuch anzusehen, über die Öffentlichkeit Druck auf Google auszuüben.

Neue Datenschutzregeln seit März

Bleibt die Frage, welche Daten Google überhaupt sammelt. Seit März gelten die neuen Datenschutzregeln. Google fasst darin 60 verschiedene Vorgaben von Google-Angeboten wie YouTube, Google Maps, Gmail und Google+ zusammen. Das Unternehmen kann so die Daten der verschiedenen Profile und Dienste verknüpfen. Zum Beispiel mit der IP-Adresse des Nutzers. Offiziell hat das Ganze natürlich ein hehres Ziel: Google will nach eigener Aussage damit die Suchergebnisse besser auf die Bedürfnisse des einzelnen Nutzers zuschneiden.

Die wichtigsten Regeln stehen in der Datenschutzerklärung von Google. Allerdings sind die Formulierungen sehr schwammig und unkonkret. "Zu den häufigsten in der Datenschutzerklärung verwendeten Worten gehören 'beispielsweise', 'gegebenenfalls' und 'möglicherweise'",, schreibt Spiegel Online.

Google selbst hat lange Zeit geschwiegen. Jetzt hat sich Google-Chef Larry Page zum Umgang seiner Firma mit den Daten der Nutzer geäußert – und die Verknüpfung verteidigt.

Im Netz kommt es wieder zum klassischen Grabenkampf zwischen Usern, die praktische intelligente Anwendungen wollen und denjenigen, die ihre Privatdaten schützen wollen. Und es ist auch ein Streit zwischen eher technikfreundlichen Amerikanern und sich um den Datenschutz sorgenden Europäern, wie zum Beispiel batDan auf heise.de schreibt. Auf dem GoogleWatchblog findet sich allerdings auch Unterstützung für die Linie des Unternehmens. 

Grundsätzlich lassen sich einige Einstellungen ändern. So kann zum Beispiel das Google Web Protokoll ausgeschaltet werden. Eine Alternative sind auch Metasuchmaschinen wie Ixquick. So erhält der User Google-Suchergebnisse, ohne Google direkt zu nutzen. Und Ixquick speichert weder IP-Adresse noch setzt es Cookies.

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