Datensicherung Speichern für die Ewigkeit
Wie man Informationen vor der Vergänglichkeit rettet
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- Ein Relikt des letzten Jahrtausends: Die Floppy-Disk. Für heutige Datenmengen völlig ungeeignet - und nicht besonders haltbar. (UWW ResNet | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Bis auf Höhlenmalereien, Tontafeln und Schriftrollen ist aus der Vergangenheit der Menschheit recht wenig übrig, was wir heute noch lesen können. Und die riesigen Mengen an Daten, Wissen und Information, die wir heute produzieren, werden wohl auch nicht ewig halten. Aber Forscher arbeiten daran - mögliche Speichermedien: Mikrofilm, Glas und das Erbmolekül DNA. Auch eine vergoldete Kupferschallplatte im Weltall dürfte recht beständig sein.
Goldene Platte im All
Dirk Lorenzen über langlebige Daten auf interstellarer Reise
Goldene Datenplatte, die mit der Voyager-2-Raumsonde 1977 ins All geschossen wurde. (wikipedia.org | NASA/JPL gemeinfrei)Um mit außerirdischen Intelligenzen Kontakt aufnehmen zu können, müssen unglaubliche Distanzen überwunden werden - das kann Jahrtausende dauern. Die Folge: Informationen müssen lange haltbar gemacht werden. Seit 1977 tragen an Bord der Raumsonden Voyager 1 und 2 zwei vergoldete Kupferplatten Informationen über die Menschheit ins All, darunter Grüße in verschiedenen Sprachen und Musik von Mozart bis Chuck Berry.
Panzertüren für den Datenschutz
Pascal Lechler über Informationen, die im Inneren eines Berges gesichert werden
Fort Knox (Copyright © Mount10)Daten online sichern – das bieten zahlreiche Cloud-Dienstleister an. Auch Sicherungskopien auf einer externen Festplatte sind eine Möglichkeit. Wer es aber wirklich sicher haben will, der nutzt das Swiss Fort Knox in einem Schweizer Berg. Zwei ausgediente Armeebunker im Berner Oberland wurden zur Hochsicherheitsfestung für digitale Daten umfunktioniert.
(Der Beitrag ist eine Wiederholung vom 30.5.2011.)
Lesbar für 10.000 Jahre
Michael Lange über DNA als Datenspeicher
Schon jetzt möglich: Datensicherung per DNA (picture alliance / Angelika Warmuth)Dass DNA ein guter Datenspeicher sein könnte, ist Forschern schon lange klar. Bislang gab es aber keine geeignete Methode. Wissenschaftler haben jetzt ein Verfahren vorgestellt, mit dem es möglich ist, digitale Daten in Form solcher Moleküle abzuspeichern. Würde man alle jemals aufgezeichneten Film- und TV-Produktionen der Welt auf DNA sichern, würden sie in nur eine Teetasse passen.
Haltbarkeit von digitalen Speichermedien
Moritz Metz über die Erfolgsaussichten, alte Daten nutzbar zu halten
Das waren noch Zeiten... (AP Archiv)Zur maximalen Lebensdauer von Floppy und Compact Disc bekommt man unterschiedliche Angaben - von fünf bis 50 Jahren reichen die Vermutungen. Moritz Metz nimmt seine alten Datenschätze genauer unter die Lupe und erklärt, wie lange sich heutige Speichermedien voraussichtlich noch halten.
Gegen den Verfall
Physiker Dominik Giel vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Freiburg über die Haltbarmachung von Information
So könnte es in Zukunft häufiger aussehen: Mikrofilm-Archivbehälter im Kulturbunker Barbara in Oberried. (Michael Marek)Papier lässt sich schnell beschreiben und bedrucken, besonders lange haltbar ist es aber nicht. Da eignen sich andere Stoffe besser – Mikrofilm und Glas zum Beispiel. Filmmaterial soll sich Wissenschaftlern zufolge etwa 500 Jahre halten, Glas möglicherweise noch länger. Ein weiterer Vorteil von Film: Anders als bei CDs oder Disketten benötigt man kein spezielles Gerät zum Auslesen der Informationen, das Auge reicht.