Devisenmarkt China globalisiert den Yuan
Matthias Rimmele über ein Experiment zur Konvertierbarkeit der chinesischen Währung
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- Ein Stapel Yuan-Noten, darauf ist das Gesicht von Mao zu erkennen. (Sharon Drummond (AKA domansaxlil) | flickr | cc by-nc-sa 2.0)
China ist nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Aber die Währung ist nicht frei handelbar. Das soll sich ändern. China startet in einer Sonderfinanzzone ein Experiment, in dem der Yuan ohne staatliche Kontrolle gehandelt werden darf.
Yuan kann man nicht einfach kaufen oder verkaufen und auch nicht in größeren Mengen nach China ein- oder ausführen. Außerdem ist die chinesische Währung fest an den Dollar gekoppelt. Der staatlich festgelegte Wechselkurs gilt als zu niedrig, der Yuan also als unterbewertet. Kritiker sagen, China verschaffe sich dadurch Wettbewerbsvorteile für seine Exportindustrie.
Frei konvertierbarer Yuan
Das soll sich in absehbarer Zeit ändern. Die chinesische Zentralbank hat schon vor einiger Zeit angekündigt, dass der Yuan frei konvertierbar werden soll. Der Yuan soll neben Dollar und Euro zu einer dritten Weltwährung aufgebaut werden.
Seit Juni gibt es nicht nur einen Wechselkurs mit dem Dollar. Yuan können auch gegen Yen getauscht werden.
Sonderfinanzzone
In einer Sonderfinanzzone soll der Yuan nun frei handelbar werden. Exportfirmen sollen außerdem die Möglichkeit bekommen, in Yuan abzurechnen, das heißt Käufer aus dem Ausland könnten dann auch in Yuan bezahlen.