Montag, 20. Mai 2013

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Diamanten Bling Bling - Der schöne Stein  

Was die Minerale so besonders macht – und warum sie so begehrt sind

Ein Diamant ist auf eine Rose gebettet.
Märchenhaft... - auch im Preis: dieser 79,38 Karat Diamant hat einen Wert von 12 Millionen Euro. (dpa)

Diamanten sind die härtesten natürlichen Steine, die wir kennen und treten in unzähligen Varietäten und Qualitäten auf. Die teuersten und reinsten Exemplare sind über Jahrmillionen in der Erdkruste entstanden. Für Forscher sind unreine Diamanten interessanter, da sie wichtige Informationen über Aufbau und Geschichte der Erde liefern.

Es ist ein wenig kurios: Ein paar Gramm Kohlenstoff bringen die Welt um den Verstand. Objekte der Begierde für Juwelendiebe und Hip-Hop-Stars. Zahlungsmittel der Wahl in schmutzigen Kriegen. Die größten Exemplare - von Mythen und Legenden umrankt. Aber nicht nur als Schmuckstücke und Statussymbol spielen Diamanten eine wichtige Rolle. Als härtester natürlicher Stoff ist das Mineral auch für die Industrie von unschätzbarem Wert. Schon Plinius der Ältere schreibt in seiner Naturalis historia von ihrer Verwendung als Werkzeug. Heute setzen zum Beispiel die Forscher am Cern bei ihren Detektoren auf Diamant - allerdings auf künstliche, synthetisch hergestellte Steine.


Sagenumwobene Diamanten

Christiane Enkeler wirft einen märchenhaften Blick auf berühmte Diamanten

Eine Frau hält einen tropfenförmigen Diamanten zwischen Daumen und Zeigefinger genau vor ihr Gesicht, der Stein leuchtet im Licht.Ihr Lichtspiel fasziniert: Dieser 62,3 Karat Diamant gehörte 2009 zu den Highlights bei Christie's. (Salvatore Di Nolfi | dpa/picture-alliance)Der eine soll Unglück gebracht, der andere dem Sohn des indischen Sonnengottes gehört haben. Um manche Diamanten ranken sich gleich mehrere Geschichten und Legenden. Die eine wahre Geschichte ist dabei oft nicht auszumachen. Deswegen erzählt DRadio Wissen-Autorin Christiane Enkeler ihr eigenes Märchen - mit drei berühmten Diamanten in den Hauptrollen: dem Hope-Diamant, dem Koh-i-noor und dem Großmogul.

 

Blutdiamanten - Nicht alle Diamanten sind rein 
Andreas Beckmann erklärt, wieso der Kimberley-Prozess erst ein Anfang war

An einem Fluss in Kono, Sierra Leone, suchen Menschen nach DiamantenSuche nach Diamanten in Kono, Sierra Leone (dpa)Spätestens seit dem Film Blood Diamond mit Leonardo di Caprio weiß die Weltöffentlichkeit, dass Diamanten nicht unschuldig funkeln. Blut- oder Konfliktdiamanten sind Steine, mit denen Bürgerkriegsparteien ihre Kämpfe finanzieren. Durch den sogenannten Kimberley-Prozess verpflichtete sich der internationale Diamantenhandel, keine solchen Steine mehr zu kaufen und zu verkaufen.

 

Der härteste Stein der Welt 
Der Mineraloge Falko Langenhorst über unterschiedliche Diamanten-Varietäten und einen Diamantenkrater in Sibirien            

Nasa-Satellitenaufnahme des Popigai-KratersNasa-Satellitenaufnahme des Popigai-Kraters (Nasa | Wikimedia Commons | gemeinfrei)Das riesige Diamantenvorkommen im nordsibirischen Popigai-Krater ist in Fachkreisen schon länger bekannt. Es handelt sich um noch wenig erforschte Impakt-Diamanten, die bei einem Meteoriten-Einschlag vor 35 Millionen Jahren entstanden sind. Für Falko Langenhorst, Professor für Mineralogie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ist dieser Diamanten-Typus "hässlich" und absolut "nicht schleifwürdig".

 

Der Handel mit Diamanten 
Jochen Müller, Präsident der Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein, über das Geschäft mit den funkelnden Mineralien

Ein kleines Glasröhrchen mit winzigen DiamantenAuch klein von unschätzbarem Wert für die Schmuckdesigner und -liebhaber: Diamanten. (jared | flickr | cc by 2.0)Der größte Diamantenproduzent und -händler ist das Unternehmen De Beers, das vor allem in Botswana und Südafrika fördert. Bei der Nachfrage wird China in den kommenden Jahren mit den USA gleichziehen. Nur etwa ein Viertel der natürlichen Diamanten sind überhaupt gut genug für die Schmuckverarbeitung. Die Industrie wiederum braucht so viele Diamanten, dass sie vor allem auf synthetische Steine zurückgreift.

 

Die Zukunft der Diamanten - Agenda, 14 Uhr
Ein Gespräch mit dem Physiker Matthias Schreck             

Der pinkfarbene Diamant „Argyle Pink Jubilee“ liegt auf einer Geldmünze Der größte in Australien gefundene pinkfarbene Diamant, der 12,76 Karat große "Argyle Pink Jubile" (dpa)





Mehr bei DRadio Wissen:

Diamanten als Geldanlage
In Mumbai hat gerade ein neuer Handelsplatz für die funkelnden Steine eröffnet.
(Wirtschaftsgespräch vom 01.11.2010 )

Thementag Gold
Über ein Edelmetall, das bis heute nichts von seinem Wert und seiner Faszination verloren hat.
(Agenda vom 06.01.2011)

Türkei - Goldrausch am Bosporus
Im Sofakissen eingenäht oder im Privattresor - viele Türken horten Gold.
(Globus vom 13.09.2012)


Mehr zum Thema:

Härte 10 – Vom Diamantenfieber
Feature von Regina Kusch und Andreas Beckmann
(dradio.de vom 01.01.2012)

Famous, Historic and Notable Diamonds
(famousdiamonds.tripod.com)

Der blaue Wittelsbacher Diamant der Kaiserin Amalie
(royal-magazin.de, 2008)

Traum-Diamanten mit 10 cm Durchmesser könnten bald Realität werden
(klaus-sedlacek.de vom 12.06.2008)

Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein

Lehrstuhl für Experimentalphysik Dr. Matthias Schreck
(Seiten der Universität Augsburg)

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