Diamanten Bling Bling - Der schöne Stein
Was die Minerale so besonders macht – und warum sie so begehrt sind
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- Märchenhaft... - auch im Preis: dieser 79,38 Karat Diamant hat einen Wert von 12 Millionen Euro. (dpa)
Diamanten sind die härtesten natürlichen Steine, die wir kennen und treten in unzähligen Varietäten und Qualitäten auf. Die teuersten und reinsten Exemplare sind über Jahrmillionen in der Erdkruste entstanden. Für Forscher sind unreine Diamanten interessanter, da sie wichtige Informationen über Aufbau und Geschichte der Erde liefern.
Es ist ein wenig kurios: Ein paar Gramm Kohlenstoff bringen die Welt um den Verstand. Objekte der Begierde für Juwelendiebe und Hip-Hop-Stars. Zahlungsmittel der Wahl in schmutzigen Kriegen. Die größten Exemplare - von Mythen und Legenden umrankt. Aber nicht nur als Schmuckstücke und Statussymbol spielen Diamanten eine wichtige Rolle. Als härtester natürlicher Stoff ist das Mineral auch für die Industrie von unschätzbarem Wert. Schon Plinius der Ältere schreibt in seiner Naturalis historia von ihrer Verwendung als Werkzeug. Heute setzen zum Beispiel die Forscher am Cern bei ihren Detektoren auf Diamant - allerdings auf künstliche, synthetisch hergestellte Steine.
Sagenumwobene Diamanten
Christiane Enkeler wirft einen märchenhaften Blick auf berühmte Diamanten
Ihr Lichtspiel fasziniert: Dieser 62,3 Karat Diamant gehörte 2009 zu den Highlights bei Christie's. (Salvatore Di Nolfi | dpa/picture-alliance)Der eine soll Unglück gebracht, der andere dem Sohn des indischen Sonnengottes gehört haben. Um manche Diamanten ranken sich gleich mehrere Geschichten und Legenden. Die eine wahre Geschichte ist dabei oft nicht auszumachen. Deswegen erzählt DRadio Wissen-Autorin Christiane Enkeler ihr eigenes Märchen - mit drei berühmten Diamanten in den Hauptrollen: dem Hope-Diamant, dem Koh-i-noor und dem Großmogul.
Blutdiamanten - Nicht alle Diamanten sind rein
Andreas Beckmann erklärt, wieso der Kimberley-Prozess erst ein Anfang war
Suche nach Diamanten in Kono, Sierra Leone (dpa)Spätestens seit dem Film Blood Diamond mit Leonardo di Caprio weiß die Weltöffentlichkeit, dass Diamanten nicht unschuldig funkeln. Blut- oder Konfliktdiamanten sind Steine, mit denen Bürgerkriegsparteien ihre Kämpfe finanzieren. Durch den sogenannten Kimberley-Prozess verpflichtete sich der internationale Diamantenhandel, keine solchen Steine mehr zu kaufen und zu verkaufen.
Der härteste Stein der Welt
Der Mineraloge Falko Langenhorst über unterschiedliche Diamanten-Varietäten und einen Diamantenkrater in Sibirien
Nasa-Satellitenaufnahme des Popigai-Kraters (Nasa | Wikimedia Commons | gemeinfrei)Das riesige Diamantenvorkommen im nordsibirischen Popigai-Krater ist in Fachkreisen schon länger bekannt. Es handelt sich um noch wenig erforschte Impakt-Diamanten, die bei einem Meteoriten-Einschlag vor 35 Millionen Jahren entstanden sind. Für Falko Langenhorst, Professor für Mineralogie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, ist dieser Diamanten-Typus "hässlich" und absolut "nicht schleifwürdig".
Der Handel mit Diamanten
Jochen Müller, Präsident der Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein, über das Geschäft mit den funkelnden Mineralien
Auch klein von unschätzbarem Wert für die Schmuckdesigner und -liebhaber: Diamanten. (jared | flickr | cc by 2.0)Der größte Diamantenproduzent und -händler ist das Unternehmen De Beers, das vor allem in Botswana und Südafrika fördert. Bei der Nachfrage wird China in den kommenden Jahren mit den USA gleichziehen. Nur etwa ein Viertel der natürlichen Diamanten sind überhaupt gut genug für die Schmuckverarbeitung. Die Industrie wiederum braucht so viele Diamanten, dass sie vor allem auf synthetische Steine zurückgreift.
Die Zukunft der Diamanten - Agenda, 14 Uhr
Ein Gespräch mit dem Physiker Matthias Schreck
Der größte in Australien gefundene pinkfarbene Diamant, der 12,76 Karat große "Argyle Pink Jubile" (dpa)
Natürliche Diamanten sind rar und ihre Förderung beschwerlich. Daher wird unter Hochdruck an der Produktion synthetischer Diamanten geforscht - auch an der Universität Augsburg. Abnehmer sind Forschungseinrichtungen wie das Cern in Genf. Wer sich auf die Suche nach dem Gottesteilchen begibt, braucht für die Detektoren Materialien, die auch unter atomaren Prozessen lange genug durchhalten. Die Lösung: Künstlich hergestellte Diamantplatten.