Die Wurzeln Europas Die Geburt zweier Staaten
Als Folge der Straßburger Eide vom 14. Februar 842 entstehen Deutschland und Frankreich.
Die Bürger Straßburgs sind an diesem kalten Morgen Zeugen der Verschwörung zweier Brüder gegen ihren gemeinsamen dritten Bruder geworden. Alle waren Enkel des Reichsgründers Karls (des Großen), konnten sich aber über Macht und Kompetenz in diesem riesigen Reich nicht einigen. Ludwig "der Deutsche" herrschte über das ostfränkische Reich, Karl "der Kahle" über das westfränkische.
Lothar I. (Wikimedia Commons)
In der Mitte eingeklemmt herrschte Lothar (etwa) über Benelux, Teile Österreichs und Italiens. Dadurch, dass sich der östliche und der westliche Herrscher gegen den in der Mitte Regierenden verschworen, verschwand nach und nach dessen Reich und wurde der Ost-, bzw. Westhälfte zugeschlagen. (Holland, Belgien und Luxemburg mussten später Befreiungskriege führen, um ihre Eigenständigkeit zurück zu bekommen).
Die Verschwörung der beiden Brüder und der damit verbundene Nichtangriffspakt gilt als Geburtsstunde der bis heute von besonderen Beziehungen geprägten Länder Frankreich und Deutschland.
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