Dienstag, 21. Mai 2013

Kultur /

Die Wurzeln Europas Die Römischen Verträge  

Die Europa-Fahne weht vor der Quadriga auf dem Brandenburger Tor in Berlin.
Europa wuchs langsam (AP)

Die Römischen Verträge vom 25. März 1957 waren der Beginn der Europäischen Union. Frankreich, Italien, die Benelux-Staaten und Deutschland beschlossen an diesem historischen Tag die Gründung der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Für die Deutschen war dieser Tag die Wiederaufnahme in die Völkergemeinschaft nach den Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs. Für die anderen europäischen Länder zählte die Tatsache, dass die Deutschen in der Mitte des Kontinents ein für alle Mal ihre Interessen mit denen ihrer Nachbarn verbinden wollten.

Aus den ehemaligen Gegnern zweier erbitterter Weltkriege wurden Verbündete, die in Zukunft das so genannte "Kerneuropa" bildeten. Ein Blick auf die Landkarte offenbart noch etwas Erstaunliches: Die Umrisse der Staaten, die die Römischen Verträge unterzeichneten, bilden ziemlich genau das Reich Karls des Großen ab, der gut 1200 Jahre vorher die erste Union auf europäischem Boden bildete – allerdings nachdem er die Nachbarn der Franken mit Waffengewalt unterworfen hatte.

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