Digitale Ästhetik Photogeshoppte Schönheiten
Tobias Lenartz über Proportionen und Problemzonen
Schönheit beschäftigt Philosophie, Kunst, Chirurgie und Castingshows. Aber Schönheitsideale sind starken Schwankungen unterworfen. Rechner können natürlich auch das ändern.
Im Mittelalter mochte man schlanke Männer mit schmalen Schultern, langen Beinen und großen Füßen. Antike und Renaissance setzte bei Männern eher auf Muskeln und bei Frauen auf runde Formen. Was eben noch als Ideal galt, ist plötzlich Problemzone. Das gilt natürlich auch für die Schönheitsikonen der Vergangenheit. Die italienische Künstlerin Anna Utopia Giordano hat nun Venusdarstellungen aus Renaissance, Barock und Salonmalerei ein optisches Update verpasst. Per Photoshop Diätkur passt sie die Göttinnen der Vergangenheit in aktuelle Normen. Eine visuelle Reflektion auf das Schlankheitsdiktat unserer sportiven Gegenwart.
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