Dienstag, 21. Mai 2013

Medien /

Digitales Leben Alltag ohne Papier  

Der Philosophiestudent Mark Kreuzer versucht, drei Monate ohne Papier zu leben.

Jemand blättert auf einem Tablet-Computer eine virtuelle Seite um.
Kann ein Tablet-PC auch ein Papierersatz sein? (Anita Hart|flickr|CC BY-SA 2.0)

Obwohl sich das Leben immer mehr im digitalen Raum abspielt, steigt der Papierverbrauch. Der Philosophiestudent Mark Kreuzer hat das zum Anlass für ein Experiment genommen: Drei Monate verzichtet er auf Zeitungen, Kassenbons und handschriftliche Vorlesungsmitschriften.

Laut Wikipedia wird in Deutschland 44 Prozent des produzierten Papiers zum Beschreiben und Bedrucken benutzt. Ist das nötig? Diese Frage hat sich der Philosophiestudent Mark Kreuzer gestellt und beschlossen, ein Experiment zu wagen: Seit mehr als zwei Monaten versucht der Student, ohne Papier auszukommen. In Vorlesungen schreibt er mit einem Spezialstift direkt auf seinem Tablet-PC mit, sein Bahnticket lädt er aufs Handy, Kassenzettel fotografiert er ab.

Geldbußen für Papierverbrauch

Doch nicht immer funktioniert das papierlose Leben. Mark Kreuzer musste schon oft mit Bahnschaffnern diskutieren, die sein Handyticket nicht akzeptieren wollten. Richtig schwierig wird es bei Ämtern: Dort wird oft auf Papieranträgen und einer analogen Unterschrift bestanden. So sind schon mehr als 200 Euro zusammengekommen.

Denn Mark Kreuzer hat sich selbst Bußgelder auferlegt: Nimmt er Papier an, zahlt er fünf, benutzt er selbst Papier, zahlt er sogar zehn Euro.



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Weiterführende Informationen:

Papier bei Wikipedia

Blog von Mark Kreuzer

Drei Monate ohne
(SR, Unser Ding vom 08.05.2012)

Verzichten 2: Papier
(jetzt.de vom 29.04.2012)

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