Samstag, 18. Mai 2013

Globus /

Diktatur Südamerika schaut nach Argentinien  

Julio Segador erklärt, wieso die Aufarbeitung der Diktatur in Argentinien wegweisend für die Nachbarländer sein könnte

Argentinien 1982: Polizisten in Kampfanzügen bewachen eine Gruppe von Regierungsgegnern, die an den bis dahin größten Protesten gegen die Militärdiktatur teilnahmen. Seit 1976 war in Argentinien eine Militärjunta an der Macht.
Bis 1983 ging die Militärjunta Argentiniens mit Gewalt gegen die Bevölkerung vor. (AP)

Argentinien hat eine Vorbildfunktion: Seit 2003 arbeitet es die Diktatur der Militärjunta auf.

Sieben Jahre lang, von 1976 bis 1983, waren in Argentinien die Militärs an der Macht. 30.000 Menschen verschwanden in dieser Zeit. Sie wurden entführt, gefoltert, ermordet. Seit 2003 wird die Diktatur in Argentinien aufgearbeitet, die führenden Köpfe der Militärjunta sitzen lebenslänglich hinter Gittern.

Nachholbedarf in der Nachbarschaft

Das zweitgrößte südamerikanische Land ist bei der Aufarbeitung dieser dunklen Epoche deutlich weiter als die Nachbarstaaten Uruguay, Brasilien und Chile, wo erst jetzt begonnen wird, die Diktaturen juristisch aufzurollen.



Mehr bei DRadio Wissen:

Entführt, gefoltert, ermordet
Von 1976 bis 1983 hielt die Militärjunta Argentinien im eisernen Griff.
(Globus vom 30.08.2012)

Argentinien: Fall Käsemann: Ende der Straflosigkeit
Victoria Eglau über Aufarbeitung der Militärdiktatur
(Globus vom 15.07.2011)

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