Duft Von der Nase ins Hirn
Wie uns Gerüche beeinflussen.
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- Süße Düfte, die direkt von der Nase ins Hirn strömen. (flickr.com | Alegrya CC BY-NC-SA 2.0)
Gerüche sind immer da. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung am Tag und unsere Träume in der Nacht. Denn mit Gerüchen verbinden wir Erinnerungen und Gefühle. So sind positive Gerüche die perfekten Komplizen für jede Form der Verführung - sei es die Verführung zum Sex oder die zum Konsum.
Mehr als 10.000 Gerüche kann unser Gehirn unterscheiden - ohne dass es uns bewusst wird. Jeder dieser Gerüche setzt sich aus den bis zu 350 Substanzen zusammen, die die Riechrezeptoren unserer Nase wahrnehmen. Jeder Geruch ist also ein Muster aus einem 350 Buchstaben umfassenden Geruchs-ABC.
Ein bestimmter Duft mag sich aus 70 verschiedenen Komponenten zusammensetzen und spricht dann 70 der 350 Rezeptoren an. Will das Gehirn einen Geruch wiedererkennen, muss es sich das Muster dieses Geruches merken. Ob jemand das gut kann oder nicht, ist auch Trainingssache.
Duftkreationen für die Industrie
Andreas Becker über die olfaktorische Käufermanipulation
Riecht nach kaufen: Neue Schuhe (picture alliance / dpa)Die Werbung will all unsere Sinne betören und auch über den Geruchssinn werden wir gezielt zum Kauf animiert. Zur Markenidentität gehört heute nicht nur ein Logo - immer mehr Marken versuchen auch Duftmarken zu setzen. Andreas Becker traf den Chefbedufter einer großen Kölner Duft-Kommunikations-Agentur.
Der Bericht ist eine Wiederholung vom 06.09.2012.
Ein Parfüm wie eine zweite Haut
Der Parfümeur Mark Buxton über die Komposition eines Parfüms
Rosenöl ist eines der teuersten ätherischen Öle überhaupt. (medically_irrelevant/ flickr/ cc by-nc-sa/ 2.0/ deed.de)Mark Buxton macht aus persönlichen Erfahrungen oder Erlebnissen Düfte. Dabei kann er sich aus einem reichen Schatz an Grundsubstanzen bedienen. Denn schon lange setzen Parfümeure neben ätherischen Ölen, etwa aus Lavendel oder Rose, auch auf synthetische Duftstoffe. Das Endprodukt hat einen stolzen Preis, der sich aus den Kosten für Kreation, Präsentation und Vermarktung des Parfums zusammensetzt.
Von der Nase ins Hirn
Ein Gespräch mit dem Zellphysiologen und Geruchsforscher Hanns Hatt
Brötchen = Frühstück (Boinink/ Flickr/ cc by-nc/ 2.0/ deed.de)Gerüche haben einen direkten Einfluss auf unser Befinden, sie lösen Emotionen oder Erinnerungen aus. Das liegt an der Verbindung zwischen den Riechnerven der Nase und den für Erinnerung und Gefühl zuständigen Regionen im Gehirn. Obwohl Menschen schlechter riechen als die meisten anderen Säugetiere, leitet unsere Nase uns durch den Tag, informiert uns selbst im Schlaf über Gefahren oder Genüsse.