Edelgase Die Xenon-Lücke
Inga Pflug über die Suche nach einem fast verschwundenen Gas
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- Xenon - dieses Gas ist nicht nur edel, sondern auch selten. (bluecrayonsss | flickr | cc by-nc 2.0)
Geologen der Universität Bayreuth haben ein großes Rätsel gelöst. Sie haben herausgefunden, weshalb Xenon im Gegensatz zu anderen Edelgasen nur in geringen Mengen in der Erdatmosphäre vorkommt.
Die Edelgase Argon und Xenon kommen auf der Erde in ungleichen Mengen vor. Während Argon nach Stickstoff und Sauerstoff das dritthäufigste Element in der Lufthülle der Erde ist, finden sich in der Atmosphäre nur sehr geringe Mengen von Xenon. Geologen der Universität Bayreuth haben untersucht, ob das Gestein des unteren Erdmantels Xenon speichern kann. In mehr als 600 Kilometern Tiefe ist der letzte Ort auf der Erde, an dem sich noch Xenon befinden könnte.
Kein Xenon, nirgends
Mit Experimenten wurde getestet, ob das Gestein aus der Tiefe Xenon aufnehmen kann. Das Ergebnis: Das ist nicht möglich. Für die Forscher bestätigt das die Theorie: Vor 4,5 Milliarden Jahren strömten die Edelgase nach Meteoriteneinschlägen aus der Atmosphäre heraus ins Weltall. Weil das Gestein der Erde Xenon schlechter speichern kann als andere Gase, blieb nur wenig davon auf der Erde zurück.