Ehec Ein Jahr nach der Epidemie
Axel Schröder mit Eindrücken über die Spätfolgen für Betroffene und deren Ärzte.
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- Sprossen wurden als Auslöser der Ehec-Epidemie entlarvt. (picture alliance / dpa - Tobias Kleinschmidt)
Vor einem Jahr beherrschte Ehec die Schlagzeilen, eine fieberhafte Suche nach den Ursachen begann. Die Epidemie stellte Wissenschaftler vor ein Rätsel und Mediziner vor eine nie dagewesene Herausforderung. Inzwischen ist es still geworden, der große Sturm scheint vorüber. Doch die Betroffenen leiden bis heute unter den Folgen der Epidemie.
Die Darmbakterium-Stämme Enterohämorrhagische Escherichia coli (Ehec) waren im vergangenen Jahr Auslöser einer Diskussion um Epidemien und ihre Folgen. Allein in Niedersachsen gab es 15 Todesfälle; der erste Patient starb am 21. Mai 2011. Innerhalb von drei Wochen erkrankten 1500 Menschen, bei 120 von ihnen traten weitere Komplikationen auf. Sie litten am "hämolytisch-urämischen Syndrom", kurz HUS. Dabei entzünden sich nicht nur die Nieren und der Darm, auch das Gehirn der Patienten ist betroffen.
Immense Kosten, gesundheitliche Spätfolgen
Der Ehec-Erreger brachte Ärzte und Krankenhäuser an ihre Grenzen - medizinisch wie finanziell. Unter Einsatz aller Ressourcen stemmten sich die Krankenhaus-Teams gegen die Epidemie. Die Kosten stiegen in unermessliche Höhen. Noch immer streiten sich Kassen und Krankenhausträger um die Folgekosten, während Ärzte und Erkrankte mit den gesundheitlichen Spätfolgen zu kämpfen haben.