Sonntag, 19. Mai 2013

Globus /

Elfenbeinküste Kampf um Ressourcen  

Beitrag von Ibrahim Tounkara und Ute Schaeffer

Der ivorische Altpräsident Laurent Gbagbo.
Der ivorische Altpräsident Laurent Gbagbo. (AP)

Macht heißt Geld - worum es beim Kampf um das ivorische Präsidentenamt wirklich geht.

Der Machtkampf an der Elfenbeinküste eskaliert: Auf dem Weg zu einer Demonstration wurden am Donnerstag mindestens vier Menschen von Soldaten erschossen, es gab auch Verletzte. Sie wollten vor dem staatlichen Fernsehsender an einer Kundgebung für den gewählten Präsidenten Alassane Ouattara teilnehmen. Der Sender ist bislang unter Kontrolle des Altpräsidenten Laurent Gbagbo, der das Wahlergebnis nicht anerkennt. Beobachter fürchten einen Bürgerkrieg.

Immer deutlicher wird: Der Kampf um das ivorische Präsidentenamt ist auch ein Verteilungskampf um Ressourcen. Wer das Präsidentenamt in der Elfenbeinküste besetzt, hat den Zugriff auf Kakao und Gold, auf die wirtschaftlichen Ressourcen des Landes. Und so ist der Kampf um die politische Macht im ehemaligen Wirtschaftswunderland auch ein Kampf um die Kontrolle über Bodenschätze und Rohstoffe.

Mehr bei DRadio Wissen:

Gbagbo ernennt Regierungschef - Agenda (06.12.2010)

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