Mittwoch, 22. Mai 2013

Globus /

Elfenbeinküste Mehr Gewalt in der Elfenbeinküste

Reportage von Alexander Göbel

Laurent Gbagbo spricht bei einer UN Vollversammmlung
Laurent Gbagbo, der bisherige Präsident der Elfenbeinküste (United-Nations-Photo/flickr/cc-by-nc-nd)

Am 28. November 2010 haben die Ivorer einen neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Laurent Gbagbo und sein Herausforderer Alassane Ouattara beanspruchen beide den Sieg für sich. Beide legten einen Amtseid auf die Verfassung ab und erklärten sich zum Präsidenten des Landes. Seitdem tobt in dem Küstenstaat ein Machtkampf zwischen den Anhängern von Gbago und Ouattara.

Nach der Stichwahl am 28. November des vergangenen Jahres in der Elfenbeinküste beanspruchen zwei Kandidaten den Sieg für sich. Laurent Gbagbo, der die westafrikanische Republik seit  zehn Jahren regiert, weigert sich, sein Amt abzugeben.

Der gewählte Prsäident der Elfenbeinküste Alassane Quattara.Alassane Ouattara (AP)Doch auch der Oppositionskandidat Alassane Ouattara erklärte sich zum Wahlsieger und ließ sich ebenfalls als Staatschef vereidigen.

Stellung gegen Laurent Gbagbo

Nach der Wahl hatte die UNO den von Gbagbo für sich in Anspruch genommenen Wahlsieg 2010 nicht anerkannt. Auch die USA, Frankreich und die Afrikanische Union haben gegen Gbagbo Stellung bezogen und fordern die Anerkennung des von der Wahlkommission veröffentlichten Ergebnisses, nach dem Ouattara die Wahl gewonnen hat. Die Anhänger von Gbago und Ouattara liefern sich seitdem heftige Kämpfe.

Über 400 Menschen getötet

Anhänger des neugewählten Alassane Ouattara fordern den Amtsverzicht des unterlegenen Laurent GbagboAnhänger des neugewählten Alassane Ouattara fordern den Amtsverzicht des unterlegenen Laurent Gbagbo (AP)Nach Angaben der UNO sollen bislang über 400 Menschen getötet worden sein. Die Vermittlung der Afrikanischen Union ist gescheitert. Die ivorische Krise geht weiter. Die Auseinandersetzung zwischen den Anhängern der beiden Lager eskaliert zunehmend. Im bislang relativ ruhigen Westen des Landes bekämpfen sich Soldaten und Rebellen mit schweren Waffen. Internationale Beobachter fürchten den Ausbruch eines Bürgerkrieges.

 


 

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