Energieforschung Konzentrierte Sonnenenergie
Ralf Krauter hat sich über die Forschung am Solarturm Jülich informiert.
Sonnenkraftwerke im Wüstengürtel der Erde könnten künftig eine wichtige Rolle spielen. Weil Wärme sich recht gut speichern lässt, könnten sie rund um die Uhr Strom liefern - und somit die schwankende Einspeisung von Windrädern und Solarzellen ins Stromnetz kompensieren. Um die Zukunft der Technologie auszuloten, betreibt man in Jülich seit 2009 ein solarthermisches Turmkraftwerk.
2000 bewegliche Spiegel umgeben den 60 Meter hohen rechteckigen Turm. Die computergesteuerten Spiegel am Boden bündeln das Sonnenlicht auf einem 22 Quadratmeter großen Hitzeempfänger an der Spitze des Turmes, dem sogenannten Receiver. Die heiße Luft aus dem Hitzeempfänger wandert durch Rohre eine Etage tiefer. Dort, in einem riesigen Stahlkessel, entsteht 450 Grad heißer Wasserdampf. Der bringt dann eine 1,5-Megawatt-Turbine auf Touren, die über einen Generator Strom erzeugt. Überschüssige Wärme wird in einem keramischen Hitzespeicher einen Stock tiefer gebunkert.
Bei größeren Kraftwerken ähnlicher Bauart, die künftig im Wüstengürtel der Erde entstehen könnten, ließe sich der Speicher bei Bedarf vergrößern. Um die Kosten in Zaum zu halten, experimentieren die Forscher seit einiger Zeit mit Sand als Wärmespeichermedium - denn den gibt es in Nordafrika praktisch zum Nulltarif.
Das vollständige Manuskript ist nachzulesen auf der Seite Forschung Aktuell des Deutschlandfunk.