Energiewende I Die Energie von morgen
Der Energieforscher Ferdi Schüth über die Energiewende und die Zeit danach
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- Wie werden wir in der Zukunft Energie gewinnen? (Chrissie Salz)
Die Menschheit verbraucht immer mehr Energie. Weil fossile Energie aber zum einen endlich und zum anderen klimaschädlich ist, müssen wir neue, alternative Quellen finden.
Die Hoffnung für ein neues Energiezeitalter liegt auf den erneuerbaren Energien. Allerdings bringen diese Träger auch Probleme mit sich. Sonne und Wind sind nicht immer verfügbar: In der Nacht oder bei Windstille liefern sie keine Energie. Neue, saubere Energiequellen zu erschließen oder bereits entdeckte besser nutzbar zu machen, die Transportwege für Energie zu optimieren und effiziente Speichertechniken zu entwickeln, das sind die großen Herausforderungen für die Zeit nach Öl, Kohle und Atomkraft.
Ist die Senkung des Energiverbrauchs ein realistisches Ziel?
Die Installation "The Wall" von Christo und Jean-Claude 1999 im Gasometer in Oberhausen. ( © Wolfgang Volz )Rund ein Jahr, nachdem Deutschland beschlossen hat, aus der Kernenergie auszusteigen, hat die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ihre Sommervorlesungen dem Thema Energiewende gewidmet. "Handicap oder Chance?", so lautete die Frage im Titel der Reihe, die sich zum Beispiel darum drehte, wie realistisch unsere Ziele zur Senkung des Energieverbrauchs und von Emissionen sind, wie zukünftig die Energieversorgung sichergestellt werden kann oder welche neue Probleme neue Energiequellen mit sich bringen. In diesem Rahmen referierte der Energieforscher Ferdi Schüth über die Herausforderungen für unsere Energiesysteme durch "Peak Oil und Klimawandel".
Zur Person Ferdi Schüth
Ferdi Schüth, 1960 in Warstein geboren, studierte Chemie und Jura in Münster. 1995, mit gerade mal 35 Jahren, trat er die Professor für Anorganische Chemie an der Universität Frankfurt an, seit 1998 ist er Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, seit 1999 außerdem Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum.
Dieser Hörsaal ist eine Wiederholung vom 2. Juli 2012.