Samstag, 25. Mai 2013

Hörsaal /

Energiewende I Die Energie von morgen  

Der Energieforscher Ferdi Schüth über die Energiewende und die Zeit danach

Ein Stern vor dem Hintergrund des Alls.
Wie werden wir in der Zukunft Energie gewinnen? (Chrissie Salz)

Die Menschheit verbraucht immer mehr Energie. Weil fossile Energie aber zum einen endlich und zum anderen klimaschädlich ist, müssen wir neue, alternative Quellen finden.

Die Hoffnung für ein neues Energiezeitalter liegt auf den erneuerbaren Energien. Allerdings bringen diese Träger auch Probleme mit sich. Sonne und Wind sind nicht immer verfügbar: In der Nacht oder bei Windstille liefern sie keine Energie. Neue, saubere Energiequellen zu erschließen oder bereits entdeckte besser nutzbar zu machen, die Transportwege für Energie zu optimieren und effiziente Speichertechniken zu entwickeln, das sind die großen Herausforderungen für die Zeit nach Öl, Kohle und Atomkraft.

Ist die Senkung des Energiverbrauchs ein realistisches Ziel?

Die Installation "The Wall" von Christo und Jean-Claude 1999 im Gasometer in Oberhausen.Die Installation "The Wall" von Christo und Jean-Claude 1999 im Gasometer in Oberhausen. ( © Wolfgang Volz )Rund ein Jahr, nachdem Deutschland beschlossen hat, aus der Kernenergie auszusteigen, hat die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ihre Sommervorlesungen dem Thema Energiewende gewidmet. "Handicap oder Chance?", so lautete die Frage im Titel der Reihe, die sich zum Beispiel darum drehte, wie realistisch unsere Ziele zur Senkung des Energieverbrauchs und von Emissionen sind, wie zukünftig die Energieversorgung sichergestellt werden kann oder welche neue Probleme neue Energiequellen mit sich bringen. In diesem Rahmen referierte der Energieforscher Ferdi Schüth über die Herausforderungen für unsere Energiesysteme durch "Peak Oil und Klimawandel".

Zur Person Ferdi Schüth

Ferdi Schüth, 1960 in Warstein geboren, studierte Chemie und Jura in Münster. 1995, mit gerade mal 35 Jahren, trat er die Professor für Anorganische Chemie an der Universität Frankfurt an, seit 1998 ist er Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, seit 1999 außerdem Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum.

Dieser Hörsaal ist eine Wiederholung vom 2. Juli 2012.



Weitere Vorträge dieser Reihe:

Energiewende II: Sichere Stromversorgung – auch mit einem Smart Grid?
Dietrich Graf, technischer Geschäftsführer von Vattenfall Europe, spricht über sichere Stromversorgung und intelligente Stromnetze.
(Hörsaal)

Energiewende III: Mikroalgen aus der Steckdose
Der Spezialist für Bioverfahrenstechnik Herbert Märkl erklärt, wie Mikroalgen zur Energieversorgung beitragen könnten.
(Hörsaal)

Energiewende IV: "Die Entdeckung des Higgs-Teilchen"
Ein Vortrag von Peter Schleper
(Hörsaal)

Energiewende V: Neue Risikotypen?
Ein Vortrag von Armin Grunwald
(Hörsaal)

Energiewende VI: Dritte Industrielle Revolution
Der US-amerikanischen Ökonomen Jeremy Rifkin referiert über "The Third Industrial Revolution"
(Hörsaal)


Mehr bei DRadio Wissen:

Engpässe bei der Energiewende
Atomkraftwerke sind Vergangenheit in Deutschland. Die erneuerbaren Energien wachsen zu langsam und neue, konventionelle Kraftwerke sind zu teuer, wenn sie nicht auf Volllast fahren dürfen – Deutschland im Engpass.
(Agenda vom 08.05.2012)

Sprit aus Biomasse
Der Chemiker Ferdi Schüth im Gespräch mit Martin Meister, Chefredakteur GEO International.
(Hörsaal vom 06.02.2012)

Postfossil leben
Transition soll die Antwort auf die Frage liefern, wie wir nachhaltiger leben können. Das bedeutet unter anderem: Ausstieg aus dem fossilen Zeitalter.
(Meine Zukunft vom 01.12.2011)

Carbon Capture and Storage
"Carbon Capture and Storage" oder kurz CCS ist eine relativ junge Technologie, mit der Kohlendioxid (CO2) abgeschieden und verflüssigt wird, um es dann unter der Erde zu lagern. Die Bundesregierung hat nun einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Erprobung
(Agenda vom 13.04.2011)


Mehr zum Thema:

Herausforderung Energieforschung
(Deutsche Forschungsgemeinschaft, dfg.de)

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