Energiewende III Mikroalgen aus der Steckdose
Der Spezialist für Bioverfahrenstechnik Herbert Märkl erklärt, wie Mikroalgen zur Energieversorgung beitragen könnten.
Um unseren Energiehunger auch ohne fossile Energie zu stillen, brauchen wir Alternativen. Mikroalgen könnten Energie liefern.
Der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland ist beschlossene Sache: Spätestens ab Ende 2022 sollen in Deutschland alle Meiler stillgelegt sein. Gleichzeitig hat die Bundesregierung mit ihrem Energiekonzept hehre Ziele gesteckt: Bis 2050 soll unser Primärenergiebedarf um 50 Prozent sinken. Im gleichen Zeitraum sollen die Emissionen von Treibhausgasen um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt werden.
Bis 2050 sollen erneuerbare Energien 60 Prozent ausmachen
Ohne effiziente Nutzung alternativer Energien sind diese Ziele nicht zu erreichen. Laut Bundesregierung sollen erneuerbare Energien bis zum Stichjahr 2050 einen Anteil von 60 Prozent am Bruttoendenergieverbrauch haben. Energieforscher suchen deshalb nach neuen Energiequellen, die einen Beitrag zur Energieversorgung leisten könnten. Mikroalgen sind so ein Beispiel. Das sind ein- bis zweizellige pflanzenartige Wasserlebewesen, die Photosynthese betreiben.
Zur Person Herbert Märkl
Der Spezialist für Bioverfahrenstechnik Herbert Märkl, ehemaliger Leiter und Emeritus des Instituts "Bioprozess- und Biosystemtechnik" der Technischen Universität Hamburg-Harburg, beschäftigt sich schon lange mit Algen und Algenreaktoren. Er erklärt im Vortrag "Können Mikroalgen einen Beitrag zur künftigen Energieversorgung leisten?“ wie solche Mikroalgen zur Energiegewinnung genutzt werden und was solche Verfahren wirklich leisten können. Aufgezeichnet wurde sein Vortrag am 19. April 2012 im Rahmen der Sommervorlesungen 2012 der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, die unter dem Titel standen: "Die Energiewende: Handicap oder Chance?".
PDF zum Vortrag: Können Mikroalgen einen Beitrag zur künftigen Energieversorgung leisten?