Donnerstag, 20. Juni 2013

Hörsaal - Vorlesung der Woche /

Energiewende VI Die Zeit nach dem Öl  

Der US-amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin spricht über "Die Dritte Industrielle Revolution".

Solarkollektoren
Die dritte Industrielle Revolution wird bestimmt von Solarenergie und Biogasanlagen. (pfüll | flickr.com | CC BY-NC 2.0)

Mit der Dritten Industriellen Revolution schafft es die Welt aus der Krise, sagt der Ökonom Jeremy Rifkin. Und Deutschland könnte an der Spitze dieser Entwicklung stehen.

Die Zeit, da sich der Wohlstand vor allem der westlichen Industrienationen auf fossile Brennstoffe wie Öl und Kohle begründete, neigt sich dem Ende. Einem Ende mit Schrecken offenbar: Die Energiekosten steigen, die Weltwirtschaft kriselt. Wir brauchen ein neues, ein nachhaltiges Wirtschaftskonzept.

Öl spielt in der Zukunft keine Rolle mehr

Wie das aussehen könnte, beschreibt der US-amerikanische Ökonom, Politik-Berater und Publizist Jeremy Rifkin in seinem Buch "The Third Industrial Revolution", dessen Thesen er in seinem englischsprachigen Vortrag erläutert. Öl etwa spiele in Zukunft keine Rolle mehr, stattdessen seien es unterschiedlichste dezentrale Energie-Einheiten – etwa das Solar-Panel auf dem Dach oder eine Biogasanlage auf dem eigenen Grundstück. Schon jetzt können wir diese Entwicklung in Ansätzen beobachten. Erneuerbare Energien und Internet Technologie bilden gemeinsam eine Dritte Industrielle Revolution. Und Deutschland, so Rifkin, könne dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Rifkin berät Regierungen in Zukunftsfragen

Jeremy Rifkin ist ebenso viel beachtet wie umstritten. Der 67-jährige US-Amerikaner berät Regierungen wie auch die EU-Kommission in Zukunftsfragen. Der Ökonom und Soziologe hat etwa zwanzig Bücher über den industriellen Wandel und dessen Folgen für Arbeitswelt und Gesellschaft publiziert.

Vortrag vom 18. Februar 2012 im Rahmen der German Conference

Rifkins Vortrag wurde am 18. Februar 2012 während der "German Conference" an der Kennedy School of Government der Harvard University Massachusetts. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Goethe-Institut Boston.


Jeremy Rifkin während der German Conference an der Harvard University 2012



Weitere Vorträge in dieser Reihe:

Energiewende I: Die Energie von morgen
Ferdi Schüth: "Peak Oil und Klimawandel – Herausforderungen für unsere Energiesystem"
(Hörsaal)

Energiewende II: Sichere Stromversorgung – auch mit einem Smart Grid?
Dietrich Graf, technischer Geschäftsführer von Vattenfall Europe, spricht über sichere Stromversorgung und intelligente Stromnetze.
(Hörsaal)

Energiewende III: Mikroalgen aus der Steckdose
Der Spezialist für Bioverfahrenstechnik Herbert Märkl erklärt, wie Mikroalgen zur Energieversorgung beitragen könnten.
(Hörsaal)

Energiewende IV: "Die Entdeckung des Higgs-Teilchen"
Ein Vortrag von Peter Schleper
(Hörsaal)

Energiewende V: Neue Risikotypen?
Ein Vortrag von Armin Grunwald
(Hörsaal)

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Hörsaal

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