Energiewende VI Die Zeit nach dem Öl
Der US-amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin spricht über "Die dritte Industrielle Revolution".
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- Die dritte Industrielle Revolution wird bestimmt von Solarenergie und Biogasanlagen. (Chrissie Salz)
Mit der dritten Industriellen Revolution schafft es die Welt aus der Krise, sagt der Ökonom Jeremy Rifkin. Und Deutschland könnte an der Spitze dieser Entwicklung stehen.
Die Zeit, da sich der Wohlstand der westlichen Industrienationen auf fossile Brennstoffe wie Öl und Kohle begründete, neigt sich dem Ende. Einem Ende mit Schrecken offenbar: Die Energiekosten steigen, die Weltwirtschaft kriselt. Wir brauchen ein neues, ein nachhaltiges Wirtschaftskonzept.
Öl spielt in der Zukunft keine Rolle mehr
Wie das aussehen könnte, beschreibt der US-amerikanische Ökonom, Politik-Berater und Publizist Jeremy Rifkin in seinem Buch "The Third Industrial Revolution", dessen Thesen er in seinem englischsprachigen Vortrag erläutert. Öl etwa spiele in Zukunft keine Rolle mehr, stattdessen seien es unterschiedliche dezentrale Energie-Einheiten - etwa das Solarpanel auf dem Dach oder eine Biogasanlage auf dem eigenen Grundstück. Schon jetzt können wir diese Entwicklung in Ansätzen beobachten. Erneuerbare Energien und Internet Technologie bilden gemeinsam eine Dritte Industrielle Revolution. Und Deutschland, so Rifkin, könne dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Rifkin berät Regierungen in Zukunftsfragen
Jeremy Rifkin ist ebenso viel beachtet wie umstritten. Der 67-jährige US-Amerikaner berät Regierungen wie auch die EU-Kommission in Zukunftsfragen. Der Ökonom und Soziologe hat etwa 20 Bücher über den industriellen Wandel und dessen Folgen für Arbeitswelt und Gesellschaft publiziert.
Vortrag vom 18. Februar 2012 im Rahmen der German Conference
Rifkins Vortrag wurde am 18. Februar 2012 während der "German Conference" an der Kennedy School of Government der Harvard University Massachusetts. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Goethe-Institut Boston.
Dieser Hörsaal ist eine Wiederholung vom 11. Juli 2012.
Jeremy Rifkin während der German Conference an der Harvard University 2012