Samstag, 25. Mai 2013

Redaktionskonferenz /

Erlebniswelt Grimm Es war einmal... Oder nicht?  

Ein Berliner Verlag schreibt die Märchen der Gebrüder Grimm neu

Dorothea Martin und Simone Veenstra, Gründerinnen des Verlags "Das wilde Dutzend"
Haben den Verlag "Das wilde Dutzend" gegründet: Dorothea Martin und Simone Veenstra (Das wilde Dutzend | Collage DRadio Wissen)

Wohl jeder hat sie irgendwann mal als Kind gelesen: die Märchen der Gebrüder Grimm. Vom Rotkäppchen, das vom bösen Wolf gefressen wird. Von Hänsel und Gretel, die von ihren Eltern in den Wald geschickt werden, bei einer bösen Hexe landen und im letzten Moment ihr Leben retten können. Oder vom tapferen Schneiderlein, dass vorgibt, alle bösen Tiere und Menschen besiegen zu können.

1812 sind die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zum ersten Mal erschienen. In der Urfassung von 1810 lesen sie sich aber noch anders. Die Brüder Grimm haben also zu den ursprünglich mündlich überlieferten Geschichten viel dazu gedichtet, neu geschrieben, dazu erfunden.

Vielleicht war also auch alles ganz anders?

Das dachte sich der Berliner Verlag "Das wilde Dutzend" und ließ die Geschichten neu schreiben. Die Grimmsche Sprache sollte erhalten bleiben, die Märchen sollten vor 1810 spielen. Veröffentlicht wurden sie 2012 im Buch „Wer kann für böse Träume – The Secret Grimm Files".

Wie sie genau entstanden sind - und vor allem: was in ihnen anders ist - das wollen wir euch heute in der Redaktionskonferenz erzählen. Aber nicht nur das: Denn um den Verlag ranken sich einige Mythen und Geheimnisse.

Ein literarischer Geheimbund?

Hinter ihm steckt – so berichten die beiden Gründerinnen – eine Geheimgesellschaft, die Vergessenes der Literaturgeschichte sammelt und dem Verlag zur Verfügung stellt. Ein erlesener Kreis wird in die Arbeit dieser Geheimgesellschaft auch eingeweiht – in Rollenspielen, in denen die Teilnehmer zum Beispiel nachstellen, wie die Geheimgesellschaft vor 100 Jahren auf eine Berliner Spreeinsel gereist ist.

Mysteriös, mysteriös...

Der Verlag spielt mit Wahrheit und Fiktion und bietet viele Erlebnismöglichkeiten – wenn man sich darauf einlässt. Mit den Gründerinnen des Verlags, Dorothea Martin und Simone Veenstra, sprechen wir heute in der Redaktionskonferenz. Die beiden bringen außerdem einen der Spieler mit.

 

Gäste:

  • Dorothea Martin und Simone Veenstra, Gründerinnen des Verlags "Das wilde Dutzend"'
  • Patrick Möller, er spielt in der Storywelt mit


Redaktion:

Britta Mersch (Moderation), Nikolas Fischer (Online), Klaus Jansen (Nachrichten), Alex Stojanoff (Technik)


Earobic:

Die Lösung unseres sauschweren Hörrätsels: Kohlen Hüü! Draht = Kohlenhydrat 


Musik:

Little Red Riding Hood - Sam The Sham & The Pharaos
Werewolf - Coco Rosie
Funny little frog - Belle and Sebastian


Mitmachen:

 

 



Mehr bei DRadio Wissen:

Mystery - "Ende gut, alle tot"
Der böse Wolf macht Pilates und Rotkäppchen geht mit iPod im Wald joggen. In den neuen Märchenadaptionen in Kino und TV werden Grimms Vorlagen etwas anders erzählt als noch vor 200 Jahren.
(Kultur vom 05.03.2013)

Oral History: Brüder Grimm auf madagassisch
Ein deutsch-madagassisches Ehepaar setzt sich für die Erzählkunst ein.
(Kultur vom 17.01.2013)

Deutschland sucht das Super-Märchen
Märchenfiguren, die in heutigen TV-Castingshows bestehen wollen, brauchen Charakter. Ecken und Kanten.
(Medien vom 20.12.2012)

Märchen jenseits der Heteronorm
Viel zu wenige Kinderbücher zeigen Familienbilder jenseits des Vater-Mutter-Kind-Klischees.
(Meine Zukunft vom 04.12.2012)

Wie Wunder wirken
In Märchen ist alles möglich. Da sprechen Tiere oder Pflanzen, da werden die normalen Regeln des Lebens durchbrochen.
(Natur vom 22.10.2012)

Eigenwillige Prinzessinnen
Märchen sind seit Jahrhunderten echte Dauerbrenner - und dabei erstaunlich anpassungsfähig an die Anforderungen der Gesellschaft.
(Medien vom 12.09.2012)

Grimms Märchen: Die echten Erzähler
Märchenforscher Heinz Rölleke über die Menschen, die sich Märchen der Gebrüder Grimm wirklich ausgedacht haben.
(Kultur vom 10.01.2012)

Rapunzel und Rotkäppchen sind übrigens Open Source
Fragt sich nur, wie sich hier die Rechtslage gestaltet.
(Netzreporter vom 02.05.2011)

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