Essen Nicht ohne meine Foie Gras
Birgit Kaspar über einen kulinarischen Kulturkampf
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- Mästung einer Gans (pickled_newt - Very Busy | flickr.com | CC BY-NC-SA 2.0)
Der US-Bundesstaat Kalifornien hat Foie Gras verboten. In der französischen Leberpasteten-Hochburg Samatan stößt das auf Unverständnis.
Foie Gras heißt übersetzt "fette Leber". Klingt nicht besonders appetitlich - und auch die Art, wie Enten und Gänse gemästet werden, um diese Foie Gras zu erzeugen, ist alles andere als erfreulich: Den Tieren wird ein Trichter in den Hals gesteckt, der ihnen auf Knopfdruck Riesenmahlzeiten verabreicht. Ihre Leber wächst dadurch auf ein Vielfaches der normalen Größe an.
Tierquälerei oder Delikatesse?
Tierquälerei sagen die einen, Delikatesse die anderen. Für viele Franzosen gehört die Pastete aus der "fetten Leber" ganz klar zur kulinarischen Lebensart. Mit Kopfschütteln reagieren etwa die Bewohner von Samatan auf das kalifornische Foie-Gras-Verbot. Das Dorf liegt im Department Gers und gilt als Hochburg für die Herstellung der Leberpastete.