Evolution Hybrid-Tiere durch Klimawandel
Ein Gespräch mit dem Evolutionsbiologen Axel Meyer
-
- Dieser Hai ist ein "normaler" Hai - keine Hybridform. (cajie | flickr | cc by-nc-sa 2.0)
Ende Dezember veröffentlichten australische Wissenschaftler einen Bericht über Haie, deren Eltern offenbar verschiedenen Subspezies angehören. Diese Unterarten sind eigentlich in unterschiedlichen Regionen in den australischen Küstengebieten zu Hause. Das Techtelmechtel der Eltern soll durch den Klimawandel möglich geworden sein.
Die gestiegenen Temperaturen in Folge des Klimawandels sorgen offenbar dafür, dass einzelne tropische Unterarten auch in gemäßigte Breiten vorstoßen. Dort treffen sie auf ihre Verwandtschaft, die ihnen bislang jedoch unbekannt war, und es kommt zu Vermischungen.
Hybridisierungen in der Natur
Vermischungen von Arten oder Unterarten, Hybridisierungen, sind in der Natur bekannt, aber eher selten. Verwandte Arten leben in der Regel örtlich oder durch ihre Lebensweise getrennt voneinander. Die Nachfahren solcher Vermischungen sind häufig benachteiligt.
Ist damit eine Anpassung an den Klimawandel möglich?
Die durch den Klimawandel veränderte Umwelt macht es heute wahrscheinlicher, dass Arten, die sich im Verhalten ähneln, in der Natur aufeinandertreffen und sich durchmischen. Die Folgen sind derzeit Gegenstand wissenschaftlicher Arbeiten und Diskussionen.
Im Gespräch bei DRadio Wissen erklärt der Evolutionsbiologe Axel Meyer von der Universität Konstanz, wie sich der Klimawandel auf Arten und Unterarten der Tierwelt langfristig auswirkt.
Dieser Beitrag ist eine Wiederholung vom 06.02.2012.