Extremismus Salafismus a cappella
Dorothea Jung berichtet über salafistische Musik im Internet.
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- Nicht nur mit Reden, sondern auch durch Gesänge versuchen Salafisten ihr Weltbild zu verbreiten. (picture alliance | dpa | Arne Dedert)
Die salafistische Szene ist schon länger im Internet aktiv - seit einigen Jahren auch auf Deutsch. Einige Websites liefern die theoretische ideologische Grundausbildung zum bewaffneten Djihad. Auf anderen Seiten werden Tipps gegeben, wie man die Theorie in die Praxis umsetzen kann. Dabei spielt die Musik eine wichtige Rolle.
Als Methode der Missionierung, Radikalisierung und Aktivierung werden Bilder und Videos eingesetzt, in denen es in aller Regel um das ideologische Stereotyp geht, dem zufolge der Westen einen Kampf gegen den Islam führe, gegen den sich Muslime wehren müssten. Unterstützt werden diese Blogs, Postings und Spots durch Kampflieder, die Begeisterung für den Djihad und den Märtyrertod wecken sollen.
Radikalisierter Gangster-Rapper
Grundsätzlich a cappella gesungen und allenfalls von Trommeln begleitet, werden sie oft mit Bildern, Filmen sowie martialischen Kampfgeräuschen gemixt und sollen so radikalisierend wirken. In diesem Genre tummelt sich in Deutschland vor allem der einstige Gangster-Rapper Deso Dogg, der sich heute Abu Maleeq oder Abu Talha Al Almani nennt.