Facebook-Börsengang Blase ums Social Network
Michael Braun erklärt, warum die Facebook-Aktie als überteuert gilt.
Bereits vor dem Börsengang gelten die Facebook-Aktien als überteuert und überbewertet; gleichwohl ist das Interesse riesig.
Wenn am 18. Mai gegen 11 Uhr Ortszeit und 17 Uhr deutscher Zeit in New York die Börse öffnet, wird es einen ersten Anhaltspunkt geben: Zu welchem Kurs notieren die dann neuen Facebook-Aktien?
Hundertmal mehr wert
Sie sind kurz vor dem Börsengang noch einmal teurer geworden und kosten bis zu 38 Dollar - Stand 17. Mai. Das bedeutet, dass Facebook - während etwa deutsche Industrieunternehmen mit dem 14-fachen des Jahresgewinns eingeschätzt werden - mit dem Hundertfachen des Jahresgewinns bewertet wird.
Hohes Risiko
Im Vergleich zu anderen Internetunternehmen festigt sich der Eindruck, dass hier eine Blase entstehen könnte. Google etwa macht zehnmal soviel Umsatz wie Facebook, wäre nach der Einschätzung als Unternehmen aber nur doppelt so viel wert. Unser Börsenexperte Michael Braun geht deshalb davon aus, dass es für den Privatanleger gar nicht so schlimm ist, wenn dieser wegen des großen Andrangs keine Aktien mehr bekommt. Schließlich würde man dann, bei dem hohen Risiko, das mit der Facebook-Aktie wohl verbunden ist, auch keine Verluste einfahren. Für institutionelle Anleger könnte ein kleiner, aber riskanter Facebook-Anteil eventuell eine Option sein, so Braun.