Faire Mode Anständig angezogen
DRadio Wissen geht shoppen - aber richtig!
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- Ethical Fashion ist immer auch ein Statement. (Sam Teich The Factionist | flickr cc-by-nc-sa 2.0)
Miese Arbeitsbedingungen, umweltschädliche Produktion, giftige Farben: Die Negativschlagzeilen der Modeindustrie kennen wir. Seit einigen Jahren steigt darum die Nachfrage nach öko-fairer Mode. Doch der wirklich anständige Klamottenkauf zu erschwinglichem Preis will gelernt sein! Wir erklären, worauf es ankommt – im Dschungel aus Gütesiegeln, Fair-Trade-Boutiquen und Bio-Hanf.
Richtig einkaufen
Elena Gorgis versucht, beim Shoppen alles richtig zu machen
Nachhaltig konsumieren ist anstrengend - aber machbar. (picture alliance | dpa)Elena Gorgis braucht ein neues Businessoutfit – aber nicht irgendeins: Faire und umweltverträgliche Kleidungsstücke zum bezahlbaren Preis sollen es sein. Gar nicht so leicht, denn sie muss die gesamte Produktionskette im Blick haben: vom Material über die Herstellung bis zur Farbe. Also kämpft sich Elena durch das Siegel-Dickicht: Öko-Tex, GOTS, IVN, Fairtrade und Co.
Grüne Mode
Magdalena Schaffrin, Gründerin des Green Showrooms, über nachhaltige Stoffe
Auf der Ethical Fashion Show gibt's nur Ökomode (MILCH)Luxus bedeutet für Designerin Magdalena Schaffrin nicht nur edel, sondern auch nachhaltig. Doch herauszufinden, wie produziert wurde und wo die Materialien herkommen, ist nicht einfach. Schaffrin rät, auf Bio-Baumwolle zu achten – auch wenn das noch nichts darüber aussagt, wie die Baumwolle verarbeitet wurde. Auch gut: alternative Materialien wie Bio-Hanf, Bio-Leinen oder recycelte Chemiefasern.
Hungerlohn für Heimarbeit
Frauke Banse über den mühsamen Weg zu besseren Arbeitsbedingungen in der pakistanischen Textilbranche
Näherin in Bangladesch - die Sicherheitsbedingungen vor Ort sind oft mangelhaft. (picture alliance | dpa)Näherinnen in Pakistan, Bangladesch oder Indien arbeiten bis zu 12 Stunden täglich – für einen Monatslohn von 30 bis 60 Euro. In den Fabriken ist es oft laut und staubig. Die Frauen, die von zu Hause aus arbeiten, verdienen noch weniger. Frauke Banse ist Koordinatorin der "Eilaktionen" der „Kampagne für Saubere Kleidung". Sie hat sich in Pakistan die Situation vor Ort und die Arbeit der Gewerkschaften angesehen.
Neues Shirt – neuer Ausschlag
Biologin Dagmar Parusel gibt Tipps für möglichst giftfreies Shoppen
Greenpeace Aktivisten protestieren gegen "toxische Mode" (C.Lefebvre | dpa Picture alliance)"Wir finden in der Regel bis zu 30 Prozent Chemikalien, die da nichts zu suchen haben" sagt Dagmar Parusel vom Umweltforschungsinstitut EPEA über die Analyse von T-Shirts. Die chemischen Stoffe schaden dabei nicht nur den Arbeitern in der Textilproduktion, sondern könnten auch beim Träger zu Hautreizungen führen oder Allergien auslösen. Die Biologin rät: Nase ans T-Shirt und "wenn es ölig riecht, lieber liegenlassen".