Montag, 20. Mai 2013

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Fernbusse Auf die billige Tour  

Der Reisemarkt in Deutschland wird zum Jahreswechsel liberalisiert

Busparkplatz in den USA
Wenn Busse zur Ruhe kommen: ein Busparkplatz in den USA. (Metro Transportation Library and Archive | Flickr | cc-by-nc-sa-2.0)

Fernreisen - das heißt in Deutschland bislang: Flugzeug, Bahn oder PKW. Mit Beginn des nächsten Jahres kommt ein weiteres Gefährt dazu - der Fernbus. Vor allem die Deutsche Bahn dürfte von der neuen Konkurrenz wenig begeistert sein. Ärgern werden sich aber auch die Autofahrer. Mehr Fernbusse - das könnte noch mehr Stau auf deutschen Autobahnen bedeuten.

 

Bild eines stilisierten Busses auf einer Straße zur Kennzeichnung der Busspur. Busspur (Sam Judson|Flickr|CC BY-NC-SA 2.0)

 

Vom Rheinland ins Allgäu mit dem Bus 
Wie man preisgünstig und schnell von einem Ort zum anderen kommt - ein Selbstversuch von Alexander Oehme

Reisende in einem Reisebus von Seoul nach Gyeongju. Blick vom hinteren Teil des Busses Richtung Fahrer. Ein Reisebus in Seoul (buchs82|flickr|CC BY-NC 2.0)Von Köln nach Berchtesgaden mit dem Bus? Der DRadio-Wissen-Reporter testet die Möglichkeiten im Netz. Am Kölner Busbahnhof ist von der neuen Alternative, die der liberalisierte Busmarkt 2013 bringen könnte, noch nichts zu spüren. Aber die Menschen dort haben schon heute eine Meinung zum Thema Busreise.

 

 


Türkei - das Land der Busreisen 

Hektik auf dem Istanbuler Busbahnhof. Luise Samman war mittendrin

Fernbusse in Istanbul.Fernbusse in Istanbul (Pierre Metvier|flickr|CC BY-NC 2.0)Mehr als 100 Busse, die an den Haltestellen für Fernreisebusse bereitstehen - in der Türkei ist diese Form des Reisens die Regel. Die Eisenbahn ist bislang verpönt. Doch das könnte sich bald ändern: Der Staat beginnt gegenzusteuern. Bestehende Linien werden durch Schnellbahntrassen ersetzt, damit die Reise auf der Schiene attraktiver wird.  

 

Erst Auto, dann Bus, dann Bahn 
Auch die Mitfahrzentrale setzt auf den Bus, erklärt Pressesprecher Simon Baumann

Blick vom hinteren in den vorderen Teil eines Busses Bei der Innenausstattung von Bussen kennen Designer keine Grenzen. (Damien [Phototrend.fr]|flickr|CC BY-NC 2.0)Mitfahrzentrale.de bringt privat Fahrer und Mitfahrer zusammen. Gleichzeitig kann der Kunde aber auch entscheiden, ob er einen Teil oder die ganze Fahrt lieber mit Bus oder Bahn unternehmen will. Multimodal wird diese Reiseform genannt. Der nächste Schritt: intermodales Mitfahren. Man startet mit dem Auto, wechselt dann in die Bahn und zuletzt in den Bus. 

 


Was die schöne neue Buswelt kostet 
Elke Schmidhuber über die Kosten der wachsenden und differenzierter werdenden Mobilität in Deutschland

Blick in das Innere eines Busses Ein Fernbus in L.A. - in den USA sind Fernbusse ein wichtiges Transportmittel. (Metro Transportation Library and Archive|flickr|CC BY-NC-SA 2.0)Neue Buslinien für Fernreisen - das bedeutet einerseits Konkurrenz für die Deutsche Bahn. Andererseits dürfte es aber nicht viele Unternehmen geben, die die notwendigen Investitionen stemmen können, um in das Geschäft mit dem Bus einzusteigen. Eines davon: die Bahn selbst. "Getarnt" durch Tochterfirmen bedient sie bereits 30 Strecken.  

 

 

 

Schadstoffbelastung durch Busreisen 
Katrin Dziekan vom Umweltbundesamt zur Ökobilanz von Busreisen

Mehrere Busse in einer Reihe auf einer BusspurStau - das ist auch im Busverkehr möglich. (Pro-Zak|flickr|CC BY-NC 2.0) Im Vergleich zur Fahrt mit dem PKW sind Busreisen ökologisch sinnvoll. Der Grund: In einem Bus können mehr Menschen transportiert werden. Auf Einzelpersonen gerechnet, produzieren Busreisende weniger Schadstoffe als ein Autofahrer - wenn der Bus gut besetzt ist. Insgesamt steht der gesamte Straßenverkehr in Sachen Ökobilanz in Konkurrenz zur Bahn. Sie verbraucht zwar mehr Strom, stößt aber keine Schadstoffe aus.
 



Mehr bei DRadio Wissen

Fernbusse: Busverkehr in Europa
ARD-Korrespondenten berichten aus Spanien, Frankreich, Tschechien und Österreich
(Globus vom 13.11.2012)

Fernverkehr - Die Renaissance der Reisebusse
Ab April 2013 dürften nationale Buslinien der Bahn Konkurrenz machen
(Redaktionskonferenz vom 08.11.2012)

Mobilität - Automobil oder mobil ohne Auto
Vor 125 Jahren wurde das Auto erfunden. Heute fragen wir uns: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?
(Hörsaal vom 13.06.2011)

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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. oftmails billiger

    Also ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass Fernbusreisen in Deutschland oftmails viel billiger sind als die Bahn. Bin mehrfach mit verschiedenen Anbietern bereits gefahren, die jetzt schon Verbindungen anbieten. Komme aus Berlin und da gibt es einen großen Anbieter, der praktisch jede größere Stadt anfährt. Als Studentin ist das echt praktisch. Günstiger kann ich meine Städtetrips nicht finanzieren. Schade ist nur, dass es meistens noch keinen richtigen Wettbewerb unter den Fernbuslinien gibt. Habe spasseshalber mal die Angebote verschiedener Anbieter auf der Seite abusz.de verglichen. Leider gibt es auf fast jeder Strecke nur EINEN Anbieter! Hoffe das ändert sich nach dem Fall des Monopols sehr bald.

    19moni82 26.12.2012 20:11 Uhr

  • 1. Skandinavien ist auch ein gutes Beispiel für Fernbusse

    In Skandinavien haben sich Fernbusse dort durchgesetzt wo die Bahn sich zurückgezogen hat oder woviele Preissensible Fahrgäste unterwegs sind. Vor 10 Jahren hat sich die Schwedische Staatsbahn sogar aus dem fernbusmarkt zurück gezogen und sich auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Auf diversen Portalen kann in Schweden nicht nur eine Reise von z.b. Stockholm nach Göteborg verglichen werden zwischen Bus, Bahn udn Flugzeug, auch kann dort dirket gebucht werden ohne die Homepages der einzelenen Anbieter aufsuchen zu müssen. Die Größte Frage die ich mich stelle und die in euerer Berichterstattung zu kurz kommt ist: Wie sieht es mit den Fahrgastrechten und der Anschlusssicherheit aus bei Verspätungen und Ausfall von Bussen?

    iMarkus 13.11.2012 11:52 Uhr

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