Freitag, 24. Mai 2013

Medien /

Fernsehen "Stars earn stripes" - Promis spielen Krieg  

Kerstin Zilm über eine Fernsehshow, die polarisiert

Screenshot der offiziellen Website des TV-Formats "Stars earn stripes": Männer und Frauen als Soldaten
Screenshot der offiziellen Website vom 30.08.2012 (nbc.com)

Promis als Soldaten, das ist die Idee der neuen TV-Show "Stars earn stripes". Doch die kommt nicht bei allen gut an.

Laila Ali springt in Tarnkleidung aus einem Helikopter. Todd Palin, der Mann der früheren Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, schießt mit einem Maschinengewehr auf einem brachliegenden Gelände auf rostige Fässer, die lautstark in die Luft fliegen. Das alles können Zuschauer Montagabends auf dem US-Fernsehsender NBC sehen. Moderiert von Wesley Clark, dem ehemaligen Oberkommandierenden des strategischen NATO-Kommandos Europa, müssen die prominenten Teilnehmer von "Stars earn stripes" verschiedene militärische Aufgaben lösen. NBC zufolge soll das TV-Militärcamp die Männer und Frauen würdigen, die in den US-Streitkräften ihren Militärdienst leisten.

Neun Friedensnobelpreisträger fordern Absetzung

Neun Friedensnobelpreisträger, darunter der ehemalige anglikanische Erzbischof Desmond Tutu und die Iranerin Shirin Ebadi haben dem Chef von NBC Entertainment einen Brief geschrieben. Darin fordern sie die Absetzung der Sendung, denn diese sei "weder amüsant noch unterhaltsam". Der Krieg würde simplifiziert, als "wäre er lediglich ein sportlicher Wettkampf".

Doch wie sehen das die Soldaten selbst?

Der Infanteriesoldat Matt Zeller hofft, dass die NBC die Sendung aus dem Programm verbannt, um in den Abendnachrichten mehr Platz für Meldungen aus den realen Krisengebieten zu schaffen.

 



Mehr zum Thema:

Offizielle Homepage des Formats
(nbc.com)

Krieg wird Realityshow
(Tagesspiegel vom 16.08.2012)

Nobelpreisträger protestieren gegen NBC-Kriegsshow
(Spiegel Online vom 14.08.2012)

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