Fernsehen Wenn die Quote nicht mehr zieht
Michael Darkow, Geschäftsführer der GfK, über TV-Einschaltquoten im Internetzeitalter
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- Mit dem GfK-Meter kann man das Einschaltverhalten eines Zuschauers beim Fernsehen messen, aber nicht wenn dieser sich Filme über das Internet ansieht. (Wikimedia | public domain)
Wie misst man Einschaltquoten, wenn immer mehr Menschen im Internet über Stream oder Video-on-Demand-Angebote fernsehen, statt über Kabel, Satellit oder Antenne? In Deutschland bisher gar nicht.
Was in Deutschland erst als Trend spürbar ist, haben Analysten in den USA schon vor zwei Jahren ganz offiziell festgestellt: Die Zahl der Fernseh-Haushalte sinkt. Jetzt hat die dort für die Messung der Einschaltquoten zuständige Firma Nielsen reagiert. Künftig sollen auch Internetanschlüsse und Videokonsolen bei der Quotenmessung berücksichtigt werden.
Quotenmessung per GfK-Meter
Auch in Deutschland wird überlegt, wie das neue Fernsehverhalten abseits der klassischen Fernseher berücksichtigt werden kann, und zwar von der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung. Der Auftrag für die Erhebung der Quoten wurde aber noch nicht vergeben. Er könnte an die Gesellschaft für Konsumforschung gehen, die die Einschaltquoten der Fernsehgeräte in täglich mindestens 5000 repräsentativ ausgewählten deutschen Haushalten erhebt.