Montag, 20. Mai 2013

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Film "Die Spitzel von Scientology"

Kai Laufen hat den deutschen Dokumentarfilm über den Scientology-Geheimdienst gesehen

Scientology in Hamburg
Scientology in Hamburg (dpa | Marcus Brandt)

Wozu braucht eine Glaubensgemeinschaft einen Geheimdienst? Ein deutscher Dokumentarfilm zeigt die Arbeitsweise der mysteriösesten Abteilung der Scientology-Organisation: das Office of Special Affairs OSA.

Scientology wird in verschiedenen Ländern Europas als extremistische Sekte eingestuft und deshalb von Inlandsgeheimdiensten überwacht. Der deutsche Verfassungsschutz beobachtet sie seit Mitte der 1990er-Jahre wegen des "begründeten Verdachts verfassungsfeindlicher Bestrebungen": Ihr Ziel sei die Errichtung einer totalitären Gesellschaftsordnung.

Größter privater Geheimdienst der Welt

Scientology unterhält einen Geheimdienst, der sich mit Abweichlern und Kritikern befasst. Das "Office of Special Affairs" gilt als der größte private Geheimdienst der Welt, er wird kommandiert von Scientology-Führer David Miscavige in Los Angeles. Die Religions-Sekte selbst bezeichnet OSA als ihr Presse- und Rechtsamt, das Informationen über Aussteiger und Kritiker ausschließlich auf legalen Wegen beschaffe.

Dokumentation im Fernsehen

Der ARD-Dokumentarfilm "Die Spitzel von Scientology" von Frank Nordhausen und Markus Thöß zeigt die Einflussnahme von Scientology auf Vertreter der USA - im Außenministerium in Washington DC oder auch im Hamburger US-Konsulat. Sendetermin: Dienstag, 26.06.2012, 22:45 Uhr, Das Erste.



Mehr bei DRadio Wissen:

Journalisten im Dienst der Sekte
Eine Lokalzeitung schreibt in Florida gegen Scientology, erfahrene Journalisten recherchieren im Dienst der Sekte dagegen.
(Medien vom 07.04.2011)

Bis nichts mehr bleibtDRadio Wissen spricht mit Gerald Wilms über das Weltbild von Scientology. Der Religionssoziologe hat über Scientology promoviert.
(Agenda vom 31.03.2010)

Mehr zum Thema:

Informationen zum Film auf den Programmseiten der ARD

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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. Manipulation

    Was mich wundert: Viele Leute glauben offenbar die falschen Behauptungen im Film. Beispiel: Lehre von Scientology in Griechenland sei verboten. Nächste Sequenz: Besuch bei der Scientology Kirche, die dort seit Jahrzehnten existiert. Oder: in der ersten Fassung des Filmes (auf Arte) war ein Interview mit einem Repräsentanten in Frankreich zu sehen. Jetzt heisst es: Interview wurde verweigert. Ereignisse vor 30 Jahren werden so hingestellt als würde es täglich geschehen. Urteile für Scientology: zensuriert! Obwohl Scientology Tonnen von Stellungnahmen schriftlich zur Verfügung stellte: im Film ignoriert. Scientology wurde mitgeteilt, dass vielleicht nur 20 Sekunden eines Interviews gezeigt würden (bei 90 Minuten Film!)...ist es ein Wunder, dass zu dieser Alibiübung nicht Hand geboten wurde. Viele Fehlleistungen im Film können auf www.scientology-fakten.de nachgelesen werden. Der Film war wohl eine der manipulativsten Sendungen der letzten Jahre...man könnte von Kampagnenjournalismus sprechen. Der Film ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Kontroverse um Scientology nur so lange aufrechterhalten werden kann, solange Scientology nicht zu Wort kommt.

    Stettler 27.06.2012 15:35 Uhr

  • 1. Was sollen diese Lügen?

    Die Öffentlichkeitsabteilung einer Kirchenorganisation als "Geheimdienst" zu bezeichnen ist billige Propaganda. Scientology wird auch in keinem Land als "extremistisch" eingestuft, außer vielleicht von fanatischen Scientology-Gegnern. Der deutsche Verfassungsschutz hat in 15 Jahren keinerlei konkrete Hinweise für antidemokratische Aktivitäten gefunden, die zu einem Verbotsverfahren führen könnten. Die in diesem Film interviewten Scientology-Gegner sind nicht glaubwürdig, solange ihre Behauptungen nicht überprüfbar sind.

    Mark 27.06.2012 13:28 Uhr

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