Film "Die Spitzel von Scientology"
Kai Laufen hat den deutschen Dokumentarfilm über den Scientology-Geheimdienst gesehen
Wozu braucht eine Glaubensgemeinschaft einen Geheimdienst? Ein deutscher Dokumentarfilm zeigt die Arbeitsweise der mysteriösesten Abteilung der Scientology-Organisation: das Office of Special Affairs OSA.
Scientology wird in verschiedenen Ländern Europas als extremistische Sekte eingestuft und deshalb von Inlandsgeheimdiensten überwacht. Der deutsche Verfassungsschutz beobachtet sie seit Mitte der 1990er-Jahre wegen des "begründeten Verdachts verfassungsfeindlicher Bestrebungen": Ihr Ziel sei die Errichtung einer totalitären Gesellschaftsordnung.
Größter privater Geheimdienst der Welt
Scientology unterhält einen Geheimdienst, der sich mit Abweichlern und Kritikern befasst. Das "Office of Special Affairs" gilt als der größte private Geheimdienst der Welt, er wird kommandiert von Scientology-Führer David Miscavige in Los Angeles. Die Religions-Sekte selbst bezeichnet OSA als ihr Presse- und Rechtsamt, das Informationen über Aussteiger und Kritiker ausschließlich auf legalen Wegen beschaffe.
Dokumentation im Fernsehen
Der ARD-Dokumentarfilm "Die Spitzel von Scientology" von Frank Nordhausen und Markus Thöß zeigt die Einflussnahme von Scientology auf Vertreter der USA - im Außenministerium in Washington DC oder auch im Hamburger US-Konsulat. Sendetermin: Dienstag, 26.06.2012, 22:45 Uhr, Das Erste.