Firmenhymnen Mit Dur in der Spur
Eine Reportage von Dirk Schneider
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- Manche Mitarbeiter müssen singen: "Wir dienen unseren Kunden - Tag ein, Tag aus... yeah, yeah..." (picture alliance | dpa | Friso Gentsch)
"An so 'nem Tag wie heut' ist alles drin - denn mein Chef mag mich so wie ich bin ..." - Einige sind nasenblutenschlecht, bei anderen wippt der Fuß auf ein mal unwillkürlich mit. Firmenhymnen verfolgen alle dasselbe Ziel: Loyalität und positive Gefühle dem Arbeitgeber gegenüber. Doch es gibt - durchaus berechtigte - Zweifel an der Qualität der Stücke.
Schon in den 30er-Jahren gab es beim amerikanischen Büromaschinenhersteller IBM ein internes Gesangsbuch mit sogenannten "Fellowship Songs" - Liedern, die in den verschiedenen Abteilungen gesungen wurden, um den Geist des gemeinsamen Unternehmens zu beschwören. Solche Songbooks finden sich heute vielleicht noch in den USA und Unternehmen in Fernost, in denen die Angestellten morgens zum Gesangsappell antreten müssen.
Von zweifelhafter Qualität
In Europa ist der freien Marktwirtschaft solcher Corpsgeist suspekt. Die emotionale Kraft einer eigenen Firmenhymne haben aber nun deutsche Firmen für sich entdeckt. Dirk Schneider hat das Phänomen Firmenhymne untersucht, sich schlechte und weniger schlechte Kompositionen angehört und ist zu dem Schluss gekommen, dass man das Genre nicht nur nach ästhetischen Gesichtspunkten beurteilen sollte.