Samstag, 18. Mai 2013

Natur /

Fische Die Treppe zum Laichplatz  

Vanja Budde über Fischtreppen in Fließgewässern

Symbol für eine Fischtreppe: Ein Fisch liegt quer auf einer Treppe.
Die Treppe macht es möglich: Fische gelangen trotz vermauerter Wege an ihren Laichplatz. (Federal Energy Regulatory Commission | Wikipedia | gemeinfrei)

In den kommenden 15 Jahren müssen alle fließenden Gewässer mit Fischtreppen ausgestattet werden.

Wehre und Staumauern sind für manch Fischart eine größere Bedrohung als Angler. Zumindest dann, wenn es für die Tiere darum geht zu ihrem Laichplatz gelangen - dann stehen Lachsen, Aalen und Forellen nämlich einige Hindernisse im Weg. Allein in Brandenburg versperren 5000 Wehre und Staumauern die Wanderwege der Fische.

Geld für die Fischtreppen

Aus diesem Grund will die Bundesregierung in den kommenden 15 Jahren viel Geld in sogenannte Fischtreppen investieren. Doch das Vorhaben könnte sehr teuer werden. An etwa 260 Staustufen der Bundeswasserstraßen wie Rhein, Mosel oder Neckar müssen solche Anlagen gebaut werden. Zwischen einer und acht Millionen Euro kostet eine moderne Fischtreppe je nach Höhenunterschied und Länge. Und auch kleinere Fischtreppen schlagen mit mehr als 100.000 Euro zu Buche.

Selten gewordene Arten

Tierschützer hoffen, dass die Fischtreppen Tiere wieder anziehen werden, die in unseren Breiten eigentlich nicht mehr vorkommen. Dazu gehören Lachs oder Seeforelle, die mittlerweile im Norden Brandenburgs wieder angesiedelt worden sind.



Mehr bei DRadio Wissen:

Fischfang - Sicher frischer Fisch
Es klingt nach einer Selbstverständlichkeit: Fisch soll frisch sein. Allerdings wissen nicht nur Kenner des berüchtigten Fischhändlers Verleihnix aus den Asterix-Heften, dass "frisch" nicht unbedingt "frisch gefangen" heißt.
(Agenda vom 22.03.2012)

Mehr zum Thema:

Wanderfische - Nothilfe für Migranten
(Zeit Online vom 14.11.2011)

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