Flieẞgewässer Die Selbstheilung des Rheins
Arndt Reuning über das Ökosystem im Rhein
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- Der Rhein regeneriert sich selbst - immer wieder. (Christoph Aron | Flickr | cc-by-2.0)
In den 1970er Jahren galt der Rhein noch als Abwasserkanal, heute hat sich die Wasserqualität erheblich verbessert, viele Tiere und Mikroorganismen kamen zurück. Dazu kamen auch solche, die es dort vorher nie gab.
Trotzdem kommt es immer wieder zu Wasserverschmutzungen. Zuletzt geschehen im September 2012, als aus einer Kläranlage der BASF in Ludwigsburg eine halbe Tonne chemischer Abfälle in den Rhein flossen. Cyclododecanon ist ein Zwischenprodukt aus der Nylonproduktion, das für Lebewesen im Wasser giftig ist. Doch wegen der Verdünnung des Produkts soll es nicht zu einer Gefährdung von Wasserorganismen gekommen sein.
Klärwerke retten den Rhein
Wenn es nicht zu solchen Unfälle kommt, tragen Kläranlagen entscheidend zur guten Wasserqualität im Rhein bei. Noch in den 1960er Jahren leiteten Kommunen ihre Abwässer ungeklärt in den Fluss. Die Folge: ein massives Artensterben und ein extremes Algenwachstum.
Die Sandoz-Katastrophe
Zu einer der schwersten Belastungen für den Rhein kam es 1986, als in Basel eine Lagerhalle der Chemiefirma Sandoz brannte. Das Löschwasser schwemmte einen regelrechten Chemie-Cocktail in den Rhein. Fische, Aale und wirbellose Tiere starben. Zwei Jahre dauerte es, bis sich das Ökosystem erholt hatte. Heute bedrohen vor allem im Wasser gelöste Medikamente die Tiergesellschaft im Fluss.