Forschung Nachwuchs finden und binden
Daniela Hrzán über die Personalentwicklung an Hochschulen
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- Nachwuchs fordern und fördern. (Andreas Metz | Flickr | cc-by-nc-sa-2.0)
Deutsche Universitäten kümmern sich meist schlecht um ihren Nachwuchs. Personalentwicklung und der Universitätsalltag passen an einigen Stellen nicht zusammen.
Einige Hochschulen wollen das ändern. Sie möchten Forscher, die sie selbst ausgebildet haben, an sich binden. Dazu gehört die Universität Konstanz. Daniela Hrzán ist dort Referentin für Academic Staff Development, und sie untersucht derzeit in einer Studie, wie es um die strategische Nachwuchspflege an deutschen Hochschulen bestellt ist. Sie sagt: "Es gibt zurzeit viele Initiativen im Bereich der akademischen Personalentwicklung."
Keine Anreize für Nachwuchswissenschaftler
Hinter der Personalentwicklung an den Universitäten stünden selten klassische Personalabteilungen. Stattdessen kümmern sich die Wissenschaftler selbst um diesen Bereich. "Sie fordern die Personalentwicklung sogar ein", sagt Daniela Hrzán. Viele Promovierende und Postdocs etwa seien ins Ausland gegangen, weil die Personalsituation an den deutschen Universitäten so schlecht gewesen sei.
Gleichstellung und Familienförderung
Im Moment tue sich sehr viel im Bereich der Promotion und der Finanzierungsmöglichkeiten für Doktoranden, außerdem gebe es Fortschritte in Sachen Gleichstellung und Familienförderung. Ein weiteres Ziel sei es, für Postdocs längerfristige Stellen anzubieten, die auf fünf Jahre angelegt sein sollten.