Frankreich Die Dialekt-Retter
Änne Seidel hat sich für das Elsässische begeistern lassen
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- Üben, üben, üben - dann klappts auch mit dem Dialekt. (Chrissie Salz)
"Hosenpiepser" sagt man im Elsass für "Handy". Wäre schade, wenn das verloren ginge.
Sie sind die letzte Hoffnung: "Wir, die junge Generation, sind die letzten, die noch etwas tun können, um die Weitergabe unserer Sprache sicher zu stellen", sagt Stéphanie Eckentschwiller. Sie ist 21 Jahre alt und Vorsitzende des Vereins "Junge fürs Elsässische".
Keine Sprache für Großeltern
Der im Elsass gesprochene Dialekt ist für sie nicht nur die Sprache ihrer Großeltern, sondern auch eine moderne Sprache, mit der man sich im Jahr 2012 wunderbar ausdrücken könne. Mit 19 entschied sich Eckentschwiller, Elsässisch-Unterricht zu nehmen. Heute trifft sie sich regelmäßig zum Stammtisch mit anderen jungen Dialekt-Fans.
Belächelt - aber noch lebendig
In Frankreich haben Regionalsprachen traditionell einen schweren Stand. Die Sprach- und Bildungspolitik wird zentral von Paris aus geregelt, die Regionen haben nur wenig zu sagen. Trotzdem gibt es sie immer noch: die Elsässer, die im Alltag wenig Französisch sprechen und stattdessen dem Elsässerdeutsch treu bleiben.