Frankreich Muslime zeigen, wer sie sind
Von Stephanie Doetzer
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- Frankreichs Muslime zeigen sich: Hier ein Restaurant in Clichy-sous-Bois in der Pariser Banlieue. (picture alliance | dpa | Abaca 81856)
In Frankreich gibt es nicht mehr nur die Gay Pride Bewegung, sondern neuerdings auch Muslim Pride. Der Name ist ein Hingucker, die Idee jedoch sehr umstritten. Vor allem unter Muslimen.
Eines haben jedoch die meisten französischen Muslime gemeinsam: Sie fühlen sich von der nicht-muslimischen Mehrheit in eine Schublade gedrängt. Erst Kopftuch-Streit und Burka-Verbot, dann eine riesige öffentliche Diskussion über Schächten und Halal-Fleisch - in Frankreich ist der Islam seit Jahren das Medienthema Nummer Eins. Und die Stimmung zwischen Nicht-Muslimen und Muslimen entsprechend angespannt.
Religion zeigen oder verstecken?
Muslime in Frankreich gehen damit auf unterschiedliche Weise um: Manche junge Muslime zeigen immer sichtbarer ihre Religiosität, anderere haben ihre Religionszugehörigkeit in den vergangenen Jahren lieber versteckt.
Darf man auf seine Religion stolz sein?
Als Antwort darauf gibt es jetzt immer mehr Stimmen, deren Motto recht selbstbewusst klingt: "Musulmans et fiers de l'être", also "Muslim und stolz drauf". Bleibt die Frage, ob sich Muslime auf diese Art und Weise womöglich selbst in genau jene Identitätsschubladen stecken, die sie eigentlich vermeiden möchten.