Freitag, 24. Mai 2013

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Frauenquote Der Frauenanteil am Erfolg  

Gespräch mit Katharina Schüller, Statistikerin

Frau mit Schlips.
Auch Frau macht Karriere – mit oder ohne Schlips. (Jasmin Cormier | Flickr | CC BY-NC 2.0)

Bundeskanzlerin Merkel hat ein Machtwort gesprochen - die Frauenquote für die Wirtschaft ist vorerst vom Tisch. Die Wirtschaft soll eine zweite Chance bekommen, den Frauenanteil von sich aus zu steigern. Einstweilen gibt es sehr wenig wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie sich der Frauenanteil auf den Unternehmenserfolg auswirkt.

"Studien" von Unternehmensberatungen und populärwissenschaftliche Veröffentlichungen sagen: Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat haben einen eindeutig positiven Effekt auf den Unternehmenserfolg. Wissenschaftliche Studien, die auch die Richtung des Zusammenhangs prüfen und auf Störgrößen kontrollieren, sagen eher das Gegenteil.

Die Statistikerin Katharina Schüller Die Statistikerin Katharina Schüller (Thomas Böhm)

Der Einfluss des Marktes

Das liegt zum einen an der Methode der jeweiligen Untersuchung – Querschnittsstudien zeigen typischerweise, dass ein hoher Frauenanteil im Vorstand positiv ist für Marktwert und Profitabilität eines Unternehmens. Panel-Studien, die Endogenitätseffekte berücksichtigen, zeigen das Gegenteil: zumindest für den Börsenkurs von Unternehmen ist es schlecht, wenn man Frauen in den Vorstand holt.

Dies liegt allerdings nicht daran, dass Frauen schlechter sind (auf die Profitabilität haben sie keinen Einfluss), sondern dass sie negative Reaktionen von Investoren auf Grund von Vorurteilen hervorrufen.

 


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Kommentare 2 - 1 von 2

  • 2. Danke

    an DRadio Wissen für diesen ausgewogenen und aufschlussreichen Beitrag. @Chris - Herrgott, vielleicht sollte man den Text mal mit eingeschaltetem Gehirn lesen, wenn man sich schon nicht die Mühe macht, den Beitrag zu hören.

    Leo48 20.02.2011 00:12 Uhr

  • 1. Feministische Propagandamythen

    Herrgott - was ist denn das jetzt für ein feministischer Propagandaartikel ? Dass DLF und DRadio-Kultur zu reinen feministischen Sprachrohren geworden sind, ist ja bekannt, aber DRadio-Wissen jetzt auch noch ? Der Artikel entlarvt sich doch selber - wenn Frauen, wie es zum Ende heisst, auf die Profitabilität eines Unternehmens keinen Einfluss haben, wieso wird dann zu Beginn behauptet, die Profitabilität steige durch einen hohen Frauenanteil ? Letztlich ist es doch ganz einfach - wenn Frauen so gut sind, wie es in feministisch gefärbten Artikeln wie dem obigen verbreitet wird, und zudem gemäß einer bekannten feministischen Legende auch noch weniger Geld verdienen als Männer - na, dann sollen Frauen doch einfach eigene Firmen gründen ! In kurzer Zeit müssten sie dann doch die angeblich so rückständigen männlich dominierten Firmen überholt und abgehängt haben ! Davon ist allerdings weit und breit nichts zu sehen, stattdessen versuchen sich Frauen bequemerweise durch Quotenforderungen (erinnert doch irgendwie an aggressive Bettelei ?) in zumeist von Männern aufgebaute Firmen hineinzuzwängen (allerdings nur in gut bezahlte Führungspositionen, an den Hochöfen dürfen die Männer gerne unter sich bleiben). Offensichtlich doch alles nur feministische Legendenbildung !

    Chris 05.02.2011 21:40 Uhr

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