Fussball Sport, Fans und eine Ladung Gewalt
Ein Gespräch mit dem Journalisten Christian Rex
-
- Bengalisches Feuer gehört für viele Ultras zum Spiel. (MJwho/ Flickr/ CC BY 2.0)
Fans, Hooligans, Ultras, Gewalt: In der aufgeregten Debatte um Sicherheit in Fußballstadien wird wenig differenziert. Christian Rex hat mit denen geredet, über die geredet wird: Ultras. Die gelten eigentlich als nicht gewalttätig. "Aber irgendwas scheint sich geändert zu haben", sagt Rex. "Denn es knallt gerade extrem oft."
Fans des Clubs Dynamo Dresden sorgten beim Pokalspiel gegen Borussia Dortmund gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei.
Fan oder Krawallmacher?
"Die Ultras attackieren uns gezielt", sagt ein Polizei-Gewerkschafter über die neue Dimension der Gewalt von Fußball-Fans gegen Polizisten. Doch die Ultras sind nicht immer gewalttätig. Eigentlich entspricht dieses Verhalten nicht ihrem Selbstverständnis. Denn Ultras sehen sich als die einzig wahren Fans eines Clubs.
Eigentlich gute Stimmung ohne Gewalt
"Ultras sind die Fans, die im Stadion die Stimmung und die Fahnenmeere machen", sagt DRadio-Wissen-Reporter Christian Rex. "Die verstehen sich eigentlich als nicht gewalttätig." Doch das scheint sich in der vergangenen Zeit geändert zu haben.
Das, wofür man kämpft
Es ist uneindeutig, wer was ist: Fan oder Krawallmacher. Und wer verantwortlich ist für die jüngsten, gewaltvollen Auseinandersetzungen. Rex war unterwegs zum Auswärtsspiel in Mainz mit der Kölner Ultra-Gruppe der "Wilden Horde". Dort hat er den Ultra Mike und dessen Idealismus kennen gelernt. Er sagt: "Das ist halt das, wofür man kämpft, und das ist halt unser Leben."