Games Humorvolle Hackerin vs. hilflose Prinzessin
Von Tobias Lenartz, Kooperative Berlin
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- Kommunikationswissenschaftlerin Anita Sarkeesian untersucht Frauenklischees in Computerspielen (picture alliance | dpa | Bigpoint)
Wie sich Geschlechterklischees in Onlinespielen wiederholen.
Die Killerspieldebatte ist erst einmal abgeflaut. Videospiele finden zunehmend als Kulturgut Akzeptanz. Doch Branche und Gamer kommen nicht zur Ruhe. Ausgehend von den USA ist auf Gamesportalen und Videospielforen eine breite Diskussion zu sexistischen Rollenbildern im Videospiel entbrannt.
Frauenklischees in Popkultur und Computerspielen
Auslöser war eine Crowdfunding-Kampagne der amerikanischen Kommunikationswissenschaftlerin Anita Sarkeesian. Auf ihrer Seite Feministfrequency und dem zugehörigen Youtube-Kanal beschäftigt sie sich seit einigen Jahren mit Geschlechterklischees in der Popkultur. Als sie auf Kickstarter um Unterstützung für eine Videoserie zu Frauenklischees im Computerspiel warb, wurde sie dafür teilweise beschimpft und angefeindet. Dieser Shitstorm der übelsten Sorte zog aber auch eine breite Unterstützung für Sarkeesians Projekt nach sich.
Medien betiteln Corgamer als potenziellen Gewalttäter
Während das deutsche Feuilleton mit reißerischen Headlines das Stigma des Corgamers als potenziellen Gewalttäter wieder belebte, führen amerikanische Medien, Videospieljournalisten, Geek-Bloggerinnen und Gamer aller Geschlechter eine ernsthafte wie überfällige Debatte über Geschlechterrollen im jungen Medium.